Athas

Die ersten Tage in Nibenay

Die ersten Tage in Nibenay

Am gleichen Tag zur besten Schauspielzeit:

Lynch hatte wieder seinen kleinen Stand auf dem Marktplatz aufgebaut um seine Lügenshow vorzuführen. Auf dem nahe gelegenen Dach hatten sich diesmal Lafeya und Azlan häuslich eingerichtet um darauf zuachten das Lynch nicht spontan anfängt Dämonen zu beschwören. Eigentlich um darauf aufzupassen das kein Templer oder Tagedieb anfängt dem Schmierenkomödianten zu belästigen. Mit den meisten Angreifern würde Lynch zwar fertig werden oder mehr oder weniger unbeschadet flüchten. Aber die kolleteral Schäden könnten sehr viele unschöne Fragen aufwerfen und zu viele neugierige Augen anlocken.
Langsam gewann die Aussicht auf eine groß angelegte Umgestaltung des Gebietes und ein paar erschlagene Templer eine sehr große Anziehungskraft für Goar.
Der Goliat befand sich zusammen mit seinen beiden Schuppenwölfe Freki und Greki auf der anderen Straßenseite in einer Seitengasse auf einer Bank und genoss sein Essen. Die Seitengasse war voll gestopft mit kleinen Ständen und Getränkeverkäufern.

„ Was meint ihr beiden trifft das kleine Langohr unseren Entertainer?“ Die beiden Schuppenwölfe schauten zuerst ihren Meister an und dann zu Lynch. Auf dem Dach über Lynch war Lafeya gerade dabei mit einem Ziegelstein genau Maß zu nehmen. Beide gaben ein Schnaufen von sich. Ob das nun eine Antwort der Bestien auf die Frage war oder ob ein paar Sandkörner in den empfindlichen Nasen gelangt war konnten Ausstehenden nicht feststellen.
„ Ihr meint also beide das er zu Boden geht. Hmmm vielleicht habt ihr Recht. Ist ist……wie heißt das Wort noch mal…… Motiviert. Richtig Motiviert ist sie. Seine letzten Anspielungen scheint sie nicht so gut weggesteckt zu haben. Irgendwie ist sie auch noch sauer wegen den Einbrechern. Versteh ich gar nicht. Vielleicht fand sie es auch nicht so lustig das einer der Angreifer ihre Lieblingsbluse ruiniert hat. Frauen. Ich hätte nichts gegen einwenig Abwechselung gehabt. Schade das wir in der Stadt unterwegs waren als die Jungs bei ihr eingebrochen sind. Ich hätte gerne ei……..Da schaut sie wirft.“ Die Wölfe schauen von ihren Kauknochen auf, um gerade zusehen wie der Stein Lynch genau am Hinterkopf trifft. Unter dem erstaunten Raunen seiner Zuschauer bricht der Schausteller zusammen.

„Schade dabei war er gerade bei einer guten Stelle Azlan und ich bei unserem ersten Kampf in der Arena von Nibenay gegen zwei Halblinge. Das war ein Tag damals gewesen ….

….. Den ganzen Tag waren wir unterwegs gewesen um ein paar Dinge zu besorgen. Besonders Azlan war lange Zeit auf der Suche nach einem Abzeichen welches die Ehrenbürger der Stadt tragen. Das Zeichen wollten wir benutzen um in der Stadt leichter unseren Geschäften nachzugehen. Was ist daran so besonders das jemand seine Tochter an den greisen Hexerkönig der Stadt abtritt? Er hat doch nichts erreicht. Keinen Feind oder Bestie besiegt. Oder sonst irgendwas besonderes erreicht. Nur seine Tochter verkauft. Merkwürdige Leute sind das hier. So weit weg von den Gesetzen der Natur. Dieser Ort ist wirklich von den Geistern verlassen.
Selbst das Gesetz des Stärkeren scheint in den Städten nicht immer zu funktionieren.
Lafeya war den in den Schatten der Stadt abgetaucht um ihre Bekannten zu treffen. Sie sollte später wieder auftauchen mit Neuigkeiten.
Zusammen mit Lynch machte ich mich auf den Weg um unsere erbeuteten Waren an die Einwohner der Stadt zubringen. Der ein oder andere Interessent meinte noch scherzhaft, das Angebot sähe aus als hätte man eine Tri-Keen Bande ausgeraubt. Wie sehr das der Wahrheit nahe kam konnte keiner von ihnen erahnen.
Der Verkauf des Langschwertes, welches wir von den Zwergen bekommen hatten brachte am meisten und führte zu einer sehr angenehmen Überraschung. Einer der großen Sklavenhändler der Stadt erwarb es gegen viele Münzen und zwei Sklaven. Zuerst konnte ich meinen Augen kaum glauben. Aber dann kam die Erinnerung und die Erkenntnis über mich. Die Zwei gehörten zu meinem Stamm. Endlich hatte ich den Beweis das es noch Angehöriger meines stolzen Stammes gab. Ich war nicht mehr alleine.
Logan und Grim Donnerkopf, zwei Brüder die eine Hütte weiter wohnten. Keine großen Krieger aber gute Bauern. Sie konnten dem kargen Boden immer eine gute Ernte abringen. Ihr Anblick aber lies erahnen das sie die letzten Jahre eher damit zugebracht hatten Steine in irgendwelchen Bergwerken zu klopfen. Ihre Rücken waren von zahllosen Peitschenhieben gezeichnet aber zum Glück brannte in ihren Augen immer noch das Feuer eines Angehörigen der stolzen Varvar. Meine Kameraden wunderten sich zwar sehr über meine Freude und dem plötzlichen Interesse an Sklaven aber nach dem ich es ihnen erklärt hatte verstanden sie. Mit diesen Beiden kamen aber auch die Fragen.

Was machen?
Wo suchen?
Was erhoffen zu finden?
Wie lange suchen?
Was mit den Gefundenen machen?
Wieder in die Berge schicken?
Wo anders hinschicken?
Wenn woanders, wohin?

Ich beschloss damals das die meisten Fragen erstmal egal waren. Und der Rest mit weiter suchen und mitnehmen zu beantworten sei. Die Beiden sollten erstmal mit uns weiter Reisen und sich nützlich machen. Weil so würden sie nicht lange überleben. Und nach so langer suche sie wieder verlieren kam nicht in Frage.
Wir machten uns danach auf dem weg zum Elfenmarkt der Stadt um noch ein paar spezielle Artikel zu kaufen.
Während meine Kameraden in einem Zelt etwas kauften versuchte ich ein paar Kaktusfrüchte an den Mann zu bringen. Mir war einfach entsetzlich langweilig. Als Verkäufer bin ich jetzt wie auch damals ziemlich ungeeignet. Muss wohl an meinem ehrlichen, freundlichen und sanften Auftreten liegen.
Am Abend machten wir uns auf dem Weg zur Arena damit Azlan und ich ein wenig Beschäftigung bekamen. Zwei Halblinge, die aussahen als wären sie frisch von ihren Stämmen entführt worden waren unsere ersten Gegner. Die Beiden waren schnell aber ich war mit meinen längeren Beinen schneller. Was ihnen an Stärke fehlte machten sie durch Wildheit und vergifteten Waffen wieder wett. Diese kleinen Wüstenratten hatten doch tatsächlich ihre Waffen vergiftet. Wie ehrlose Geschöpfe. Während des Kampfes merkte ich damals dass sich meine Wut verändert hatte. Dadurch das ich wieder Hoffnung gefasst hatte meinen Stamm zu finden klärte sich der blutige Nebel meiner Wut. Ich nahm meine Gegner und ihre Absichten mehr waren als sonst. Statt meinen Blick zu verklären schärfte die Wut meine Sinne. Das Blut strömte immer noch feurig heiß durch meinen Körper aber in mir öffnete sich etwas. Ich sah die Geister klarer ich sah einen anderen Weg. damals sollte mir noch nicht klar sein wohin mich das führt und wie sich mein Verhältnis zu den Geistern der Welt und des Zorns verändert hatte. Aber ich erahnte das es mehr als nur den heißen Rausch des Kampfes gab. Etwas Kälteres, Schärferes und Gefährlicheres. Gefährlicher für die Wesen die sich mir in den Weg stellen wollten.
Erstmal spürten die beiden kleinen Leute was es bedeutet sich mir und meinen Kameraden in den Weg zustellen.
Obwohl ich etwas verwirrt war machten wir aus dem Ersten Kleinholz. Leider legte sich Azlan nach einem Treffer in den Sand der Arena. Dadurch fasste der andere Halbling noch einmal frischen Mut. Es half ihm aber nichts. Er musste erkennen das ich ein ganz anderes Kaliber als Gegner war als Azlan. Die Erkenntnis kam über ihn in Form meines Hammers auf seinen Schädel…..

Auf einmal hörte Goar ein leises Schaben. Lafeya hatte einen größeren brocken aus der Hauswand entfernt und war gerade dabei diesen über den Rand des Daches zu schieben. Lynch lag immer noch perfekt um den Brocken ins Gesicht zu bekommen.
Genau in diesem Augenblick bewegte sich der Gaukler und machte die Augen auf.
Freki und Greki leckten sich genüsslich über ihre Schnauzen.

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Mekkiah

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