Athas

Eindrücke

Eindrücke

Wenn ich mich an meinen ersten Besuch in einer der großen Städte erinnere wird mir heute immer noch ganz anders.
Ich mag diese merkwürdigen Ansammlungen von Leuten immer noch nicht.
All diese kleinen Leute, die wie verrückt das bisschen Macht verteidigen und ausnutzen. Ein wahnsinniger, von den Geistern verlassener, uralter Herrscher wacht über uralte verstaubte Kleinode.
Wenn man sich diesen Wahnsinn einmal genau anschaut verstehe ich wirklich nicht warum man zu mir und den meinigen Barbaren und ungebildete Wilde sagt.
Mir kommen diese Städte auch nach all dieser Zeit immer noch widernatürlich und komplett von Geistern verlassen vor. Jeder Kank hat mehr Verstand als diese Städter. Irgendwann werden ihre geliebte Mauern zerfallen und dann werden wir sehen was ihr viel gerühmtes Zivilisiert sein wert ist.
In jeder Stadt scheint es Arenen zugeben wo sich einige Kämpfer für Ruhm bekriegen. Dabei geht es in solchen Wettkämpfen doch nur darum zusehen wer der Stärkere ist. Aber nein man will ja das Publikum schockieren und amüsieren. Ich werde diese Städter nie verstehen.

Wie ich festgestellt habe leben wenigstens einige normale Personen in kleinen Enklaven in den Städten. Meistens findet man solche Oasen der Vernunft etwas versteckt in den Gegenden der Stadt in denen keiner dieser harmlosen Stadtmenschen freiwillig Gehen würde.
Kleine Baumgruppen von Druiden bewacht in Ruinen oder kleine Gemeinschaften.
Aber damals wo wir das erste Mal die Stadt Nibenay besuchten wusste ich davon noch nichts. Nur Lafeya sprach davon das ein paar Eladrin ihres Stammes unter diesen Städtern leben würden. Lynch kommentierte das nur mit Kommentaren über angeblich asoziales Müslifressendes Gesocks. Merkwürdige Worte.
Damals flohen wir gerade von unseren Raubzug aus der untoten Festung Slither mit der Blutperle.
Ein Artefakt aus der Zeit der Urahnen welches uns noch einige Probleme bereiten sollte. Das erste war das Lynch und Lafeya sie sofort in den jeweiligen Besitz übergehen lassen wollten. Sie fingen sich mitten zwischen den Leichen der Bewacher an zu streiten. Es gab keinen schlechteren Ort als diesen um sich darüber zu zanken wer die doofe rote Perle nun benutzen durfte. Nach einiger Zeit riss mir der Geduldsfaden und ich nahm beiden ihr rotglühendes Spielzeug weg.
Der Weg aus der Festung und zurück zu unserem Lager war leider sehr Ereignislos.
Naja es waren ja auch schon alle Wächter im Turm tot und die Wachen auf den Mauern wollten nur noch in ihr warmes Bett. Dem entsprechen hätten die gerade noch einen anstürmenden Meckilot bemerkt. So entkam sogar Lynch ohne sich großartige Anstrengungen. Dabei kann der Rockträge so gut Klettern wie ein Greis.

Bei diesen Worten hört Goar mit seinen kleiner Erzählung auf und schaut sich am Lagerfeuer um. Am Lagerfeuer sitzen mehrere grobschlächtige Gestalten, die gespannt seid mehreren Stunden seinen Erzählungen folgen. Den Erzählungen von Goar fehlte definitiv die Kunstfertigkeit der Geschichten der Marktbarden aber dafür hatten sie etwas anderes. Etwas was so ein Publikum sucht. Das Lagerfeuer war irgendwo mitten in den Elendsvierteln der Stadt.

„Wir machten uns auf dem schnellsten Weg nach Nibenay. Wir hatten keine Lust mit dem Schädel über die Inbesitznahme der Perle zu diskutieren. Nein wir wollten wirklich nicht in der Nähe sein wenn er merkt das ein Großteil seiner Turmmannschaft und das Teil weg waren. Obwohl der Anblick muss interessant gewesen sein. Ich glaube die verbliebenen Wachen haben sich damals gewünscht ganz ganz wo anders zu sein.
Nach ein paar Reisetagen durch die freundliche Wüstesonne an ausgebleichten Knochen und vertrockneten Kadavern vorbei sahen wir endlich das vielbesungene Nibenay. Während Azlan und Lynch leuchtenden Augen bekamen und sich schon ausmalten wie sie die Annehmlichkeiten der sogenannten Zivilisation geniessen und Bürger ausnehmen, war meine Reaktion etwas anders.
Wie konnten nur so viele Leute an einem Ort leben?
Wieso sperrten sie sich freiwillig ihr ganzes Leben hinter Mauern ein?
Wieso wurde gerade der Mann am Wegesrand halbtot geschlagen während seine Begleiter nur zuschauten?
Was stank da so?
Was ist das für eine merkwürdige Musik?

Diese Fragen stürmten auf mich ein. Mir tat mein Kopf weh. Meine Augen tränten von dem allgegenwertigen Geruch ungewaschener Leiber. Wie betäubt nahm ich die ersten Minuten meine Umgebung nur war. Nibenay war ein Alptraum. Nein musste ein Alptraum sein.
Diese Stadt war für mich nicht ein Juwel in der Wüste es war eher ein Haufen Kankscheiße.

Aber in dieser Stadt sollte ich noch einiges erleben.

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Mekkiah

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