Athas

Träume sind Schäume

Die elfte Aufführung

Die Stadt erwacht langsam und die dubiosen Gestalten die während den letzten Stunden die Gassen dominierten ziehen sich langsam zurück in ihre schattigen Unterschlüpfe. Nur um dort auf die, mit Sicherheit zurückkehrende, Nacht abzuwarten. Die ersten Strahlen des sengenden Himmelskörpers liebkosen die oberen Zinnen der Türme und wandern, einem zähen Strom gleich, langsam in die tiefer liegenden Straßenschluchten.
Die hartarbeitenden Sklaven und ihre gutverdienenden Arbeitgeber gehen ihren legaleren Geschäften nach und auch die unbescholtensten Bürger wagen sich nun im hellen Licht heraus aus ihren Kammern.
In einer inzwischen mehrmals gesehenen und bekannten Kammer wirft sich allerdings noch immer eine Gestalt in den Laken herum und kämpft mit den Alben der Nacht.

„… Geryon … Baum des Lebens … Hirseküchlein… Slyther… hmmm … sicher darf deine Schwester auch… … …“
Lynch wälzt sich unruhig in den Kissen umher und gibt nach und nach immer weniger artikulierbare Geräusche von sich. Ein kurzer Blick in das Zimmer welches er seit nun mehr als zwei Wochen bewohnt, zeigt eine gigantische Unordnung. Kleidung, Waffen, Ritualzubehör, Lebensmittel und Müll sind wild im Zimmer verteilt und die Luft wirkt sehr abgestanden. Zwischen den großen Haufen Unrat huschen einzelne Schatten umher.
Der Zauberer wirbelt, noch immer im Schlaf, um seine eigene Achse und verstrickt sich in einer letzten hastigen Bewegung vollends in seiner dünnen Bettdecke. Ein ihm auf den Lippen liegender Ausruf verändert sich plötzlich, als er so gefesselt aus dem Bett stürzt und hart etwa 50 Zentimeter tiefer aufschlägt.
„Milly!… Uargh!“
Mehrere Augenblicke rührt sich nichts im Zimmer. Dann erklingt ein leises Kichern, dass sich immer mehr zu einem prustenden Lachen entwickelt. Lynch liegt auf dem Boden neben seiner Schlafstelle und stöhnt leise.
„Ich würde sagen, dass es auch allmählich Zeit wurde Meister.“ Ein erneutes Kichern. „Der Feuerball namens Sonne ist seit gut einer halben Stunde schon über der Stadt am kreisen und beginnt das Leben aus den Leuten zu brennen.“ Eve, der kleine an Lynch gebundene Dämon, materialisiert sich auf dem nun freien Kopfkissen und gibt sich nur begrenzt Mühe ihr Amüsement über den kurzen Sturzflug ihres Meisters zu verbergen.
„Eve?“ Lynchs Stimme klingt gepresst und mühsam.
„Ja Meister?“
„Ich hasse dich.“ Langsam, sehr langsam erhebt sich Lynch vom unaufgeräumten Fußboden und nimmt nur peripher wahr, dass das Lachen seiner kleinen halbnackten Begleiterin mit seinem Erheben massiv zunimmt. „Ich habe einen Mist zusammengeträumt Eve, das glaubst du nicht.“
„Wieder die Sache mit dem Lebensbaumsamen, dem Dämon Geryon und deiner Nahetoderfahrung?“ Eve verbirgt ihren Mund mit ihren Händen und wird beim Anblick ihres Meisters vor Lachen förmlich in das Kissen gepresst.
„Manchmal vergesse ich, dass du meine Gedanken mit mir teilst. Aber was hast du kleine geflügelte… hast du mich noch nie mit einem Betttuch bekleidet gesehen? Du kannst manchmal so kindisch…“ Lynch unterbricht die Belehrung des Dämons als er an sich heruntersieht und einen Laut von sich gibt, der Überraschung und Ekel zugleich ausdrückt. „Oh mein Gott was ist das? Ieh!“
Der kleine Sukkubus ringt verzweifelt um Atem als er nun unter Tränen versucht einen erneuten Lachanfall zu bekämpfen und räuspert sich verzweifelt. „Du *hust*… du *kicher*… Meister ihr seid auf eine Ratte gefallen“ Eve beginnt erneut unkontrolliert zu lachen, als Lynch wie von Sinnen durch das Zimmer springt um mit von Ekel geprägten hastigen Bewegungen den stinkenden Schleim von seiner Brust zu wischen.
„Quatsch! Ratten sind nicht so schleimig und weich Eve.“ Der nackte und schaudernde Mann nutzt das Bettlaken um sich von den größeren klebrigen Brocken in seinem Brusthaar zu befreien.
„Es kommt darauf an, wie lange sie schon tot sind Meister.“ Das kleine ätherische Wesen erbebt erneut in einem Lachanfall, als ihr Meister in purem Ekel einen etwa zwanzig Zentimeter langen Rattenschwanz von seinem Brustkorb zieht und sich spontan in den glücklicherweise neben ihm stehenden Nachttopf übergibt.
Mehrere würgende Augenblicke später erhebt sich der Meister des Arkanen wieder und wirft einen glasigen Blick in den Raum. „Vielleicht sollten wir aufräumen Eve?“
Die Dämonin ringt nach Atem und wirft ebenfalls einen kurzen Blick in die Runde. „Vielleicht sollten wir die ganze Bude einfach niederbrennen und ein anderes Gasthaus beziehen Meister?“

Es vergeht einige Zeit, bis Lynch sich sauber genug fühlt um endlich seine Kleidung anzulegen. Er blickt ein letztes Mal in den Raum zurück. Nach einem kurzen Schaudern schlägt er schnell die Tür zu und entfernt sich hastig von dem von ihm gemieteten Zimmer. Heute würde er sicher nicht nochmal in diesem Raum übernachten.
Wie dem auch sei. Dies sollte ein Problem für einen späteren Zeitpunkt werden. Nun galt es schnellstmöglich auf den Markt zu kommen. Es war nur noch eine Frage von Tagen, bevor sein großer Plan in die Tat umgesetzt werden konnte und er musste die Geschichte noch weitererzählen.
Goar, Azlan, Lafeya, und all die anderen waren schon längst aus dem Gasthaus aufgebrochen um ihren eigenen Interessen zu frönen und würden erst heute Abend bei Sonnenuntergang wie vereinbart zurückkehren. Nur er, der noch immer irgendwie nach Ratte riechende Meister des Mystischen, hatte seinen Einsatz verpennt und musste sich nun sputen.
Wie war es damals noch gleich gewesen und was wollte er davon wirklich auf dem Markt berichten?
Während Lynch mit seinem prall gefüllten Rucksack zu seiner angestammten Kiste marschiert geht er nochmal die damaligen Ereignisse durch…

Noch immer befanden sie sich im Tempel des als Gott verehrten Dämons Geryon und bewunderten die prächtigen Formen der Natur, die mit Hilfe des Baums des Lebens in der dunklen Höhle gewachsen waren. Der nun tote untote Wächter lag zwischen Lafeya und Lynch… und Rikard der Schlächter hatte den chirurgischen Eingriff von Lynch nicht überlebt.
Nun galt es die Säcke hervor zu holen und alles einzupacken, was nicht niet- und nagelfest war. Natürlich tauchte zu dieser Gelegenheit auch der verloren geglaubte Azlan aus einem Geheimgang, der in die Wand eingelassen war, wieder auf. Während des flammenden Kampfes in der Krypta einen Tag zuvor, war er allem Anschein nach in eine Grube geschleudert worden und erst nach einer längeren Ohnmacht wieder zu sich gekommen um sich durch die Dunkelheit den Weg zurück zu der Gruppe zu suchen.
Nun waren sie also wenigstens wieder zu dritt.
Der Baum des Lebens war nach Lafeyas Einschätzung bereits in den letzten Zügen und hatte seine finale Kraft in einem einzelnen Samen konzentriert, den Azlan für die Druidin barg. Lynchs Vorschläge für die weitere Verwendung des Samens wurden leider allesamt von Lafeya abgeblockt, die den Samen wie ein Neugeborenes zu hüten begann und nicht einmal den hilfsbereiten Azlan einen weiteren Blick auf ihn werfen lies.
Nun galt es für die Eladrin Wasser des Lebens zu finden um den Baum wachsen zu lassen.

Wasser des Lebens… Lynch grinst kurz, als er durch die Straßen schlendert.
Die noch unerfahrene Druidin wollte mit dem Baum unbedingt ihren Wald retten, doch wusste sie bislang nicht genau wie sie dies anstellen sollte. Sie folgte einer Spur aus Brotkrumen, die von einem Unbekannten anscheinend ausgelegt wurde. Hinweis für Hinweis folgte sie Mythen in der Hoffnung, etwas Positives entstehen zu lassen. Alleine um das Ende dieser Bemühungen zu sehen, musste Lynch ihr weiter folgen… von den zahlreichen Versprechen und Schwüren mal ganz abgesehen.

Auf jeden Fall verging und verwelkte der Baum des Lebens zusehends, nachdem Azlan den faustgroßen Samen gepflückt und Lafeya übergeben hatte. Brennholz für das nächste Nachtlager zu finden gestaltete sich somit als sehr leicht. Azlan wurde auf den neusten Stand gebracht und nach einem ausgiebigen Nickerchen galt es nun zurück nach Silversprings zu reisen und Goar sowie Dalet einzusammeln. Es wurde langsam Zeit weiter gen Osten zu reisen.
In dieser letzten Nacht im Tempel von Geryon warf das Schicksal lange Schatten. Regenwolken zogen auf. Ein seltenes fast schon magisches Naturschauspiel, so dass sich die unerträgliche Wärme angenehm abschwächte. Allerdings litten auch Lynch und Lafeya unter einem magisch wirkenden Ereignis. Erneut suchten Träume die beiden heim. Eine blutrote Perle, von der eine große Menge Macht ausgeht. Lafeya träumte davon, dass sie wenn sie die Natur bewahrt die Perle zerstören würde und erzählte dies der kleinen Gruppe. Lynchs Traum über die Blutperle war… anders… fantastischer… und vollkommener. Natürlich musste Lynch die Kugel versuchen zu bewahren… so er sie überhaupt finden würde.
Kaum hatten sie ein mächtiges Relikt geborgen, wurden sie durch eine seltsame Macht auf die Spuren des nächsten Artefaktes gesetzt…. War dies vielleicht das Wirken Geryons?

Selbst nun in der Gegenwart muss Lynch bei dem Gedanken schmunzeln. Geryon…Pah! Als ob. Damals warfen diese Träume Lynch jedenfalls in ein mentales Ungleichgewicht. Auf jeden Fall wurde es Zeit den Tempel zu verlassen. Die Regenwolken hingen tief im Nordwesten an den Gebirgen und ein feiner Nebel legte sich über die morgendliche Landschaft, was ein Reisen im Tageslicht recht angenehm werden lies.
Grade außerhalb des Canyons wurde die Gruppe damals mit einem großen Unheil konfrontiert. Ein Unheil in der Form eines schwerbewaffneten und gut gerüsteten Barbaren namens Goar. Der Barbar hatte allem Anschein nach ebenfalls offenbarende Träume gehabt und sich damals aufgemacht um seinen Freunden gemeinsam mit dem elfischen Barden Dalet entgegen zu reisen. Der Halbgigant hatte wohl ein wenig eingekauft, denn er ritt damals nicht wie gewohnt auf einem Kank, sondern lies sich vom Wind in einem Wüstenkarren mit Segel vorantreiben.
Die Wiedersehensfeier gestaltete sich kurz, freundlich und sachlich. Es wurden Gedanken ausgetauscht, die Situation erfragt und Lynch brachte Goar auf den aktuellen Stand der Geschehnisse… natürlich inklusive der seltsamen Träume über magische blutrote Perlen.
Das nächste Ziel sollte nun Nibeney sein. Die Stadt an der Grenze des Halbmondwaldes und in unmittelbarer Nähe von Lafeyas Heimat. Die Druidin wollte unbedingt sich nach dem momentanen Stand der Lage des schwindenden Waldes erkundigen. Nun… es sollte ihr vergönnt sein.
Auf dem Weg in Richtung Westen wurde die Gruppe dann auf einen Schwarm Aasgeier aufmerksam, die in einem hohen Kreis um eine unbekannte Futterquelle flogen. Der verdurstete Kadaver gehörte allem Anschein nach einem Menschen in magischer Rüstung der Mitglied der Veiled Aliance war. Neben allerlei unbedeutendem Tand trug der Mann einen arkan versiegelten umfangreichen Spionagebericht bei sich.
Der Mann war laut dem Bericht in einer Räuberbande eingeschleust worden, die unter dem Befehl von „Jarnard dem Schädel“ steht. Das Areal der Räuberbande lag laut den Aufzeichnungen und Azlans Wissen über diese Bande, irgendwo zwischen Silversprings und der Nibeneystreet. Jarnard war allem Anschein nach ein von Schätzen besessener und mächtiger Magier, der vor Kurzem in einem uralten Schrein oder Tempel ein Artefakt geborgen hatte, welches nach den Aufzeichnungen des Spions, der Blutperle aus unseren Träumen sehr ähnlich war. Jarnard hatte die Blutperle nach den vorliegenden Aufzeichnungen in seine lebendige Festung mit dem Namen Slither gebracht. Eine Festung, die aus einem unheiligen Ritual mit zahlreichen Opfern hervorging. Auf dem Rücken der gigantischen Bestie hatte Jarnard Mauern errichtet und Türme aufgebaut. Die Geschichten, die Azlan der Gruppe wiedergab waren fantastisch und grausig. Jemand, der solches zu schaffen im Stande war, war eine mehr als angemessene Herausforderung für die frisch wieder zusammengefügte Gruppe. Dennoch, die Verlockung durch die Perle lies das Risiko es Wert erscheinen. Somit wurde die Reiseroute erneut überdacht. Nibeney würde warten müssen. Zunächst galt es nun Slither anhand der Aufzeichnungen des toten Spions zu finden und die Blutperle zu bekommen. Laut den Dokumenten sollte die damalige Gefahr gestellt zu werden gering sein. Jarnard hatte die meisten seiner Leute losgeschickt und nutzte die Ruhe um nahezu alleine in Slither die Geheimnisse des Artefakts zu studieren. Also eine perfekte Ausgangslage für eine kleine Gruppe wahnsinniger Abenteurer den mächtigen Mule zu bestehlen.

Die Entscheidung war schnell gefällt und so wurde Tag und Nacht marschiert. Die Reise dauerte damals anderthalb Tage und führte in die Nähe der Dragon Bowl, wo es zu einem wirklich wiederwertigen Kampf gegen einen Gajj und einem Anakore kam.
Inmitten der zweiten Reisenacht kam der kleine Trupp in der Nähe der gigantischen Festung an und späte im Schutz der Dunkelheit die Lage aus. Die Dokumente des Spions waren anscheinend stimmig gewesen. Es waren nur wenige Wächter zu sehen und so wurden Pläne geschmiedet ungesehen in die Festung zu gelangen, in den Turm mit der Nummer vier einzudringen, die Perle zu stehlen und unbemerkt wieder zu verschwinden.

Unter der Führung Azlans stahlen sich die vier Abenteuerer in die unmittelbare Nähe des gigantischen Monsters und in die Schtten der Burgzinnen auf seinem Rücken. Das Wesen war mehr als nur wiedernatürlich. Größer als zwanzig Mekilots und vom Körperbau eher an einen Skorpion erinnernd. Und mit Wehrgängen und Türmen ausgestattet.

Nun galt es in die Festung zu gelangen ohne von den patroulierenden Wächtern entdeckt zu werden. Hierbei zeigten Lafeya, Goar und Azlan die ihnen innewohnenden Talente und gelangten auf unterschiedlichsten Wegen problemlos in den Innenhof vor Turm Nummer vier. Lynch … nun… Lynch hatte es schwerer. Sein gesamtes Leben lang hatte er sich Mühe gegeben, die Fähigkeiten zu lernen, das Interesse der Leute auf sich selber zu bannen und nun, musste er genau das Gegenteil bewirken. Der Zauberer der Gruppe hatte somit naturgemäß schwere Probleme und wurde beinahe mehrmals von den Wachen bemerkt. Letztlich standen sie aber dennoch alle vor dem Eingang in Turm Nummer vier, in welchem sich die Blutperle befinden sollte… noch vollkommen unbemerkt.

Lynch blinzelt im hellen Tageslicht. Endlich war er auf dem Marktplatz angekommen. Die Leute begrüßen ihn mit Klatschen und einigen wenigen kritischen Worten zu seiner Pünktlichkeit, als er die Ärmel hochrollt, seinen Rucksack wegstellt und mit seiner Show beginnt.

Endlich wird es Abend. Der geschäftige Tag findet ein Ende und Lynch, der sich soeben sein Honorar von den Händlern auf dem Marktplatz abgeholt hat macht sich auf dem Weg zurück in das Gasthaus.
„Weißt du Eve,… Ich glaube ich hätte das Zeug zu einem Politiker oder einem Gildenfürsten.“
„Warum Meister? Weil ihr hinter dem Geld anderer Menschen hinterher seid, wie ein Kirr hinter dem Wüstenfuchs? Weil ihr euer Wohl über dass aller anderen stellt? Oder weil …“
„Nein! Weil ich es schaffe, den Menschen meine Geschichten glaubhaft zu verkaufen, sie damit sogar noch unterhalte und Geld verdiene. Meine größten Lügen werden mir von den Lippen als pures Gold abgekauft.“
Der kleine Dämon überlegt einen kurzen Augenblick. „Nein Meister. Für die Politik seid ihr nicht böse und korrupt genug… egal wie viel Mühe ihr euch gebt.“
Lynch will grade zu einem bissigen Kommentar ansetzen, als er um eine Hausecke tritt und einem flammenden Inferno gegenübersteht. Das Gasthaus, in welchem er heute Morgen erwachte steht lichterloh in Flammen und zahlreiche Bürger, deren Schemen sich scharf vor den orangen Flammen abheben, versuchen verzweifelt zu löschen.
„Äh Eve… haben wir die Öllampen gelöscht als wir das Haus verließen?“
„Keine Ahnung Meister, aber ich glaube das ist nun egal.“
Eine kleine Detonation lässt die lodernden Balken erbeben und in sich zusammenstürzen, als das Feuer den selbstdestillierten Schnaps im Keller des Hauses erreicht. In einem Sturm aus emporsteigenden Funken brechen die letzten zusammenhängenden Holzgerüste auseinander und verwandeln die Gaststätte in ein recht ansehnliches Lagerfeuer, welches wie irre zuckende Schatten in die nahen Straßen wirft.
„Ich glaube wir sollten den anderen sagen, dass wir ein neues Gasthaus brauchen Eve.“
„Ich glaube sie wissen es schon, aber sag es ihnen ruhig Meister. Sie stehen da vorne bei den Leuten mit den Sandeimern und versuchen verzweifelt den Brand einzudämmen, damit er nicht auf die anderen Häuser übergreift.“
Lynch steckt die Hände tief in seine Taschen und nähert sich durch die wild arbeitenden Menschen langsam und planend den Schemen seiner Mitreisenden. Bislang wusste er nicht, was er ihnen erzählen sollte. Nun ja, wenigstens brauchte er heute nicht mehr sein Zimmer aufzuräumen.

Unbemerkt von den abgelenkten Menschen in der Straße die nach wie vor mit dem Löschen beschäftigt sind, wendet sich eine unbekannte humanoide Gestalt von dem zum Feuer gehenden Menschen namens Lynch ab. Unter der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze der Gestalt im Zwielicht sieht man kurz ein scharfzahniges Lächeln aufblitzen als die Person sich tiefer in die Schatten zurückzieht und die Reste der vor Kurzem genutzten Pechgeschosse als auch Feuerstein und Stahl achtlos in den Unrat im Rinnstein der Straße fallen lässt.

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Mikeman

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