Lianne

Menschliche Zimmerfrau und Verlobte von Gotan

Description:

Lianne, level 1
Human, Rogue
Build: Trickster Rogue
Rogue Tactics: Cunning Sneak
Rogue: Sharpshooter Talent
Sharpshooter Talent: Sharpshooter Talent (Sling)
Background: Geography – Urban, Occupation – Artisan

FINAL ABILITY SCORES
Str 15, Con 15, Dex 18, Int 14, Wis 7, Cha 17.

STARTING ABILITY SCORES
Str 15, Con 15, Dex 16, Int 14, Wis 7, Cha 17.

AC: 14 Fort: 13 Reflex: 17 Will: 14
HP: 27 Surges: 8 Surge Value: 6

TRAINED SKILLS
Acrobatics +9, Stealth +9, Thievery +9, Insight +3, Bluff +8, Streetwise +8, Perception +3

UNTRAINED SKILLS
Arcana +2, Diplomacy +3, Dungeoneering -2, Endurance +2, Heal -2, History +2, Intimidate +3, Nature -2, Religion +2, Athletics +2

FEATS
Human: Deadeye Slinger
Level 1: Backstabber

POWERS
Bonus At-Will Power: Sly Flourish
Rogue at-will 1: Clever Strike
Rogue at-will 1: Deft Strike
Rogue encounter 1: King’s Castle
Rogue daily 1: Blinding Barrage

Bio:

Lianne wuchs, ohne ein Wissen über ihre Eltern, zwischen den Sklavengebäuden der Stadt Tyr auf. Nicht dass sie sich jemals besonders für ihre Erzeuger interessiert hatte, doch hätte sie nur zu gerne jenen Personen, denen sie ihr Leben verdankte ins Gesicht gespuckt.
Lianne wuchs in dieser Form von Pseudofreiheit auf, in der man zwar all jenes tun kann was einem zivilisiertem und verantwortungsvollem Menschen verwehrt bleibt, die einem allerdings sehr deutlich aufzeigt, dass die eigenen Möglichkeiten es zu etwas in der Welt zu bringen gleich Null sind.

Sie verbrachte ihre jüngste Kindheit in den Schatten der Küchen, Arenen und schäbigen Baracken der Sklavenbereiche, suchte sich Leute die sie beschützten, stahl, betrog und verkaufte sich letztlich als sie alt genug wurde auch selber, nur um am Leben zu bleiben. Bereits mit neun war Lianne klar, dass das Leben welches sie führte recht schnell enden würde. Die Baracken waren eine Sackgasse aus der sie kaum hoffen konnte jemals zu entkommen.
Anstelle aber in Agonie zu vergehen und sich selber aufzugeben, begann Lianne mit ungeahntem Eifer zu kämpfen. Die Leute, die ihr früher Schutz boten wurden von ihr hintergangen und betrogen. Lianne sammelte Informationen aus den Schatten, welche sie so lange verborgen gehalten hatten und verkaufte diese an die stets interessierten Ohren der Templer. Und in nur wenigen Monaten gab es niemanden mehr in den Barracken, den sie nicht bereits einmal hintergangen hatte. Doch ihr Plan ging auf. Einer der Templer für den sie einen ihrer ehemaligen Ziehväter in den sicheren Tod in der Arena geschickt hatte überstellte sie aus den Barracken in eine Werkstatt in der sie zwar nach wie vor als Sklavin, aber immerhin außerhalb der Mauern arbeiten konnte.
Mit nur zehn Jahren hatte das junge Mädchen das erreicht, was nur wenigen Sklaven je möglich war: Einfluss auf ihr eigenes Leben auszuüben.

Lianne zeigte schon nach kurzer Zeit eine besondere Begabung im Umgang mit den zahlreichen Hölzern und so übernahm sie schon nach wenigen Wochen handwerkliche Arbeiten in der Werkstatt neben den alltäglichen Arbeiten und erlangte sogar das Recht einige Botengänge für ihren neuen Meister zu erfüllen.
Endlich erhielt Lianne die Möglichkeit sich nahezu frei in der Stadt umher zu bewegen. Sie nutzte dieses Prievileg ausgiebig und dankbar und wanderte wenn sie ihre Aufgaben erledigt hatte und ihr Meister wieder einmal volltrunken in den Spänen seiner Arbeit schlief durch die Gassen der Stadt. Wer nun denkt, Liannes Leben sei fortan ein leichtes gewesen, irrt sich bei Leibe. Natürlich war außerhalb der Sklavenunterkünfte das Leben sicherer für sie. Dennoch erlitt sie Leid und musste Schmerzen erdulden. Sie war nun das Eigentum eines gut situierten Handwerkers, der oft zur Flasche und zur Peitsche griff, aber noch lieber unter die Kleider seiner Sklavinen. Lianne arbeitete tagsüber wie ein Tier, als welches sie sich auch fühlte und nutzte jede Gelegenheit, so weit weg von dem “stinkenden Schwein” zu kommen wie es ihr nur möglich war. Wegzulaufen oder gar ihren Meister zu töten konnte sie nicht einmal in Betracht ziehen. Der Mann, welcher für die Adeligen und Templer arbeitete genoß einen guten Ruf unter diesen und hatte einen beneidenswerten Einfluss auf deren Gemüter. Lianne war sich sicher: Sollte sie weglaufen, würde sie wieder in den Sklavenunterkünften geworfen werden, diesmal für immer… und würde sie ihren Meister töten, würde der Verdacht schnell auf sie fallen und sie würde ihm in den Tod folgen… wohl auch für immer… oder sogar länger.

Und so blieb Lianne nur das zu tun, was sie schon immer getan hatte: Überleben.
Die Wochen und Monate gingen ins Land und die junge Frau eignete sich zahlreiche Fähigkeiten und und schuf sogar die eine oder andere soziale Verbindung zu den Auftraggebern ihres Meisters.
Und grade eine dieser Verbindungen führte Lianne an einen jungen Mann der ihr letztlich das gab, was ihr in ihrem Leben stets gefehlt hatte, wahre Zuneigung.
Ein junger Mann, fast noch ein Kind, selber als Waise auf sich gestellt versuchte auf possenhafte Weise Kontakt zu ihr herzustellen und machte ihr auf seine naive Weise den Hof. Lianne hatte zunächst nur Mitleid mit dem jungen Mann der sich ihr als Gotan vorstellte und ärgerte sich mehr als einmal über seine aufdringliche und hartnäckige Art von Romantik.
Lianne wollte es sich wohl selber nicht eingestehen, aber mit jeder untergehenden Sonne empfand auch sie mehr und mehr für den standeslosen Trottel, der sich allmählich versuchte in der Stadtwache zu verdienen.
Jahre vergingen und die beiden knüpften ein untrennbares Band von Freundschaft und vorsichtiger Liebschaft. Gotan der nach wie vor seine Naivität nicht abgelegt hatte schwor Lianne sie irgendwann von ihrem sklaverischen Dasein zu erlösen und ihr die Freiheit zu schenken. So sparte der Junge Wachmann all seinen Sold, nahm Aufgaben als Söldner an und reiste mit den Karawanen der Händler durch die Wüste… bis zu jener verhängnisvollen letzten Reise, von der Gotan nicht zurückkehrte. Lianne verging fast vor Trauer als sie erfuhr, dass die Karawane die Gotan begleitet hatte von den Juradai, einem Nomadenstamm der Elfen, überfallen und zerstört wurde.
Lianne befindet sich seit jenem Zeitpunkt in einer tiefen Trauer. Der einzige Mensch, der ihr etwas bedeutete und dem sie je etwas bedeutet hatte war in der Wüste anscheinend verstorben.
Und wieder war Lianne vollkommen alleine und auf sich gestellt.

Lianne

Athas Mikeman