Lafeya Shamiriel

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Bio:

<< „Eldrion!“….
Schweißgebadet wachte ich auf. Wenn nicht durch den Alptraum, dann wurden diese Schweißausbrüche zumindest durch die unglaubliche Hitze in der Wüste hervorgerufen. Wie konnte es nur so weit kommen? Gefangen, in der Wüste, ohne Geld, fast ohne Wasser, ohne Perspektive, ohne Freunde, ohne Eldrion…
Kein Wunder, dass ich von Alpträumen geplagt werde. Wie konnte man nur in so kurzer Zeit alles verlieren, was einem wichtig war?! Und sich selbst gleich mit dazu?

Vor wenigen Wochen, da war das Leben noch schön. Ich lebte mit meinem kleinen Volk von Eladrin in einem der letzten Wälder dieser Welt. Wir wussten, wir hatten Glück, denn abgeschirmt von den großen Machenschaften dieser Welt konnten wir ein relativ friedliches, zurückgezogenes Leben führen. Wir pflegten unseren Wald, unser zu Hause mit all unseren Fähigkeiten und all unserem Wissen und unserer Liebe und der Wald dankte es uns. Es ging ihm besser als den meisten anderen Lebewesen.
Und dann, von einem Tag auf den anderen, veränderte sich alles. Die Bäume fingen an, zu vertrocken. Die Tiere starben vor Hunger, die Blumen verloren ihre Blüten. Der Wald starb.
Wir wissen nicht, was passiert war, aber wahrscheinlich hat einer dieser widerlichen Magier unserer Heimat die Energie entzogen.
Imrahel, unser Stammesälteste berief den Rat ein, um nach einer Lösung zu finden… wir fanden keine. Nicht mit unserem Wissen hier im Wald.
Eldrion, [Gottheit] sei ihm gnädig, bot sich schließlich an, als erster unseres Stammes seid langer Zeit, den Schutz des Waldes zu verlassen und auf Reise zu gehen um eine Lösung zu finden. Und ich, als seine Schülerin, sollte mit. Hätte ich gewusst, was mich hier draußen erwartet, wäre ich gewiss daheim geblieben. Selbst Tat für Tag bei dem Verfall des Waldes zuzuschauen kann nicht schlimmer sein als dieser grausame Welt.

Eldrion und ich machten uns auf die Reise. Wir suchten die nächste große Stadt auf, um dort die Bibliotheken zu besuchen. Doch so weit sollten wir gar nicht kommen. Wie naiv wir waren. Wie naiv ICH war.
Wir hätten wissen müssen, dass der Rest der Welt nicht so viel Nahrung bereit hält, wie unser Wald es einst tat. Wir hätten wissen müssen, dass zwei einsame, wenig bewaffnete Wanderer ein leichtes Ziel für Wegelagerer bieten. Wir hätten uns denken können, dass man nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine durch die Gegend streift.
Eldrion und ich hatten unser Nachtlager aufgeschlagen. Mein Lehrmeister, Vaterersatz, engster Freund, größter Druide unseres Stammes ging fort um „ein Gefühl für die Natur hier draußen“ zu bekommen. Ich machte mich auf, um vielleicht noch etwas Essbares zu finden, um unsere knappen Vorräte aufzustocken. Inzwischen weiß ich, dass man danach lange suchen kann!
Ich kam zurück, erfolglos. Doch was ich vorfand vertrieb meinen Hunger für Tage! Das Lager war verwüstet, geplündert, zerstört. Und Eldrion lag dort, leichenblaß, mit einem tiefen Schnitt am Hals in seinem eigenen Blut. Tot.

Ich hatte ihn allein gelassen. Ich hatte nicht aufgepasst. Ich hatte den mir liebsten Eladrin verloren. Unsere Mission war gescheitert. Und ich hatte nur noch die Sachen, die ich am Leib trug.
Blind vor Trauer rannte ich los, weg vom Weg in die Steppe, in die Wüste. Ich rannte und rannte, ohne Ziel.

Vielleicht kann man von Glück reden, dass mich die Sklaventreiber gefunden haben und in ihre dunklen dreckigen Wagen steckten, als ich erschöpft im Sand lag. Sonst wäre ich sicherlich verdurstet. Aber vielleicht wäre das auch das einfachere Los gewesen.

Jetzt muss ich weiterleben mit meinem Hass auf die Personen, die meine Heimat zerstört haben, meiner Trauer um Eldrion, meiner Einsamkeit und meiner Liebe zu dieser immer weiter sterbenden Natur. >>

Das bisherige Leben der Lafeya Shamiriel:

- Tochter von Althalara (Waldläuferin, Schwester des Elidrion) und Dethalan des Stammes der Eladrin im Crescent Wald
- bei einer Erkundungstour in den äußeren, von den Eladrin selten besuchten Gebieten des Waldes kommt es zu einem Überfall auf die Kundschaftergruppe, in der sich Althalara und Dethalan befinden. Viele Eladrin werden kaltblütig erschlagen. Die Leichen von Althalara, Dethalan und einigen weiteren werden nicht gefunden? Wurden sie verschleppt? Und wenn ja, wohin? Diese Frage wurde nie geklärt, denn die Eladrin trauten sich seit dem nicht mehr aus ihrem Wald. Je älter Lafeya wird, desto größer wird ihr Wunsch, das Schicksal ihrer Familie in Erfahrung zu bringen.
- In den folgenden Jahrzehnten schotten sich die Eladrin immer weiter von der Welt ab. Einzig Elidrion, Bruder von Althalara und ranghöchster Druide, hat als Primal Guardian seltenen Kontakt zu Gleichgesinnten außerhalb des Waldes, welche bei ihm Zuflucht suchen und nach kurzer Zeit weiter ziehen. So passiert es, dass die Eladrin von den Geschehnissen der Welt wenig mitkriegen.
Lafeya wird von Elidrion aufgezogen, ihrem nächsten Verwandten. Schon früh beginnt er, sie in den Geheimnissen des Waldes zu unterweisen. So wird sie seine Schülerin.
- Als Lafeya zusammen mit Elidrion den Wald verlässt, ist sie 115 Jahre alt, also erst seit kürzem „volljährig“.
- Als Nachfolgerin Elidrions ist sie jetzt eigentlich die höchste Druidin des Stamms. Sie hat aber de Ausbildung bei Elidrion noch nicht abgeschlossen, sodass sie diese Position noch nicht einnehmen kann. Einzig die Reise durch Athas gibt ihr die Möglichkeit, einen Lehrmeister zu finden und ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln.

Lafeya Shamiriel

Athas Stina