Athas

Going to hell in a handbasket
Viele neue Freunde

Dieser Geruch ist nasenbetäubend. Das Tor öffnet sich und vor mir stehen die schwelenden Gestalten meiner Mitreisenden. Ki und Ou, die uns erst seit so Kurzem begleiteten, hatten einiges eingesteckt und verloren beim Anblick meiner nicht verkohlten Gestalt die Contenance.
Die beiden an sich total hilflosen Gestalten schleudern mir ein paar verächtliche Worte entgegen, bevor sie den Tempel verlassen und alleine in den sicheren Tod wandeln.
Nun… sollen sie.

Ich drücke den Rücken durch und schaue mich um. Azlan hat anscheinend ebenfalls die Gelegenheit genutzt sich zurückzuziehen. Ich räume ihm jedenfalls eine höhere Überlebenschance als den anderen beiden ein. Spätestens in Silversprings werden wir sicher auf ihn stoßen.

Der nächste Raum nach dieser Räucherkammer irritiert mich. Dunkelheit unterbrochen von einer leicht glühenden Nebelbariere hinter der man eine weitere Tür ausmachen kann. Da unser schurkischer Fallenspürhund nicht anwesend ist, sind wir vorsichtig. Wir schleudern brennende Fackeln in den Raum und können in den Schatten Umrisse von Trümmern einst nobler Einrichtung, Bücherregale und zwei sich gegenüberliegende Tore die tiefer in den Tempel führen ausmachen.
Viel zu ruhig. Ich schleudere den Fackeln ein „Wir kommen in Frieden!“ hinterher und bereite einen Feuerball vor.
Überraschender Weise treten recht umgehend vier untote Wächter aus der Dunkelheit. Sie schnüffeln in unsere Richtung und dann, anstelle sich auf uns zu stürzen, … gehen sie wirklich auf mein Friedensangebot ein. Leider schaltet sich Lafeya an dieser Stelle ein, bevor ich meine Überraschung überwinden und mein Todesgeschoß loslassen kann.

Eines der Wesen richtet das Wort an die Eladrin. Das Miststück (der Zombie, nicht Lafeya) weigert sich aus irgendeinem Grund mit mir zu reden. Ich rieche nach Stadt… Als ob. Schön wärs. Das sie mit dem Zwerg nicht sprechen wollen kann ich ja noch verstehen aber … ach ich sollte nicht darüber nachdenken.

Auf jeden Fall versucht Lafeya mit den Viechern zu verhandeln. Alles wird von dem großen Thema Wald beherrscht. Und meine Nackenharre stellen sich auf, als sich die hautlosen Gestalten nach und nach der Tür, in welcher wir noch immer stehen, nähern.
Das Gespräch entwickelt sich immer weiter, während Rikard und ich nervös die sich nähernden Schatten beobachten.
Die vier Wächter vor uns kamen vor drei Jahrhunderten mit ihrem Anführer Avor in den Tempel von Geryon und übernahmen die Aufgabe den Samen des Lebens vor etwas oder jemandem zu bewachen. Durch irgendeine ominöse Macht im Tempel erhielten die fünf allem Anschein nach die Macht, den Samen auf ewig zu schützen. Sehr zum Leidwesen der vier Wächter vor uns möchte ich an dieser Stelle anmerken. Von Avor erzählten die Wächter weiter nichts. Die vier Gestalten willigen ein, uns ohne einen Kampf passieren zu lassen, wenn ich erneut einen Eid ablege. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir die Leute, denen ich begegne nicht trauen. Ich muss bei allem was mir heilig ist schwören, mich nicht als Defiler an dem Samen zu versuchen. Nun sollen sie doch glauben was sie glauben wollen. Ich leiste also einen weiteren Eid. Je mehr ich von diesen Dingern mache, desto weniger Bedeutung haben sie für mich. Ich habe ein festes Ziel und wenn diese Knochengestalten meinen sie könnten die Zukunft aufhalten, dann haben sie sich geschnitten.
Nach meinen beschwichtigenden Worten, halten sich die vier jedenfalls an ihr Wort. Der Anführer von ihnen erschafft ein dunkles Portal und die vier untoten Wächter gehen in Rente. Seltsam, hätten sie eigendlich auch eher machen können, wenn ihnen ihr Job nicht gefiel.

Wir untersuchen den Raum mit der leuchtenden Nebelwand. Ich sammel ein paar Bücher ein, Lafeya bewundert das Interieur und Rikard wird von der leuchtenden halbtransparenten Wand mit Blitzen beharkt, als er versucht, die dahinterliegende Tür ohne die dazugehörigen zwei Schlüssel zu öffnen.
Also machen wir uns auf den Weg und durchsuchen die Dunkelheit hinter den beiden offenen Türen dieses Raumes. Der erste Nebenraum beinhaltet dutzende Statuen mit Keulen und stellt sich als eine einzelne Falle heraus. In der Mitte des Raumes befindet sich jedenfalls der erste Teil des Türschlüssels und was mich besonders interessiert, eine recht große Statue eines Bewohners des Abyss. Diese Wesen interessieren mich seit meinen ersten Studien des Arcanen. Die Welt aus der Eve stammt und deren fantastische Sprache ich als einer der wenigen beherrsche. Eine Welt voller Magie, Kraft und Wunder.
Lafeya verwandelt sich mal wieder in eine Spinne und huscht zu den Beinen der großen Statue. Sie greift sich den Schlüssel und eine Hand voll Opfermünzen und teleportiert sich zu uns zurück. Damit haben wir Teil Eins von Zwei. Ein kleiner Versuch von Rikard zeigt später, dass die Statuen überaus wehrhaft sind. Sie verfolgen uns zwar nicht, aber jedem der sich ihnen nähert wird ordentlich eingeschenkt.

Auf der Suche nach dem zweiten Schlüssel im anderen Nebenraum, mache ich mich mit ein wenig arcanem Wissen nützlich und öffne uns den Eingang zu einer Kammer in dem … ein Mädchen sitzt…
Ein Mädchen, dass ich aus meiner Jugend kenne … Meine Augen weiten sich und meine Kehle schnürt sich leicht zu als die Erinnerungen in mir hochsteigen.
Milly. Ich kannte sie aus meinem früheren Leben in Tyr. Wir beide waren damals heimatlos gewesen. Doch während ich meinen Lebensunterhalt mit Stehlen und später mit der Schankwirtschaft von Flynn erarbeitete, war sie auf der Straße geblieben. Sie hatte anfänglich das von mir gestohlene Obst verkauft, später dann Wasser für dubiose Händler und später hatte sie ihren Körper verkauft…
Milly. Ich hatte damals ihre Leiche in meinen Armen gehalten. Der Mörder von ihr war wie sie schon lange tot, dennoch hier im Tempel von Geryon befand sich ihr zarter Körper. Sie sitzt zusammengekauert in der Ecke des Raums und Tränen laufen über die unter Schluchzen bebenden Wangen von Milly. Gefühle, wie ich sie schon lange nicht mehr gespürt habe lodern in mir auf, als ich zu ihr renne und sie umarme. Ich will sie trösten und nichts auf der Welt oder dahinter kann mich davon abhalten. Lafeya und Rikard blicken mir irritiert nach. Sollen sie doch.
Ich habe keine Augen für das andere was nun geschieht. Ich höre leise Stimmen hinter mir, doch alles andere außer dem warmen bebenden Körper vor mir ist nun egal. Ich hauche ihr tröstende Worte zu und wische ihre Tränen weg. Ich hatte ganz vergessen, wie tief diese traurigen grünen Augen waren.
Wieder diese Stimmen. Irgendetwas versucht meine Aufmerksamkeit von Milly abzulenken. Ich wehre mich dagegen. Milly braucht meinen Schutz. Ich darf sie nicht noch einmal alleine lassen. Millys Hand greift kurz in meine, als ich erneut diese Geräusche vernehme. Eine Woge des Zorns schwappt über meinen Verstand, als ich mich umsehe und versuche die Quelle auszumachen.
Es ist, als würde ich aus einem Traum erwachen. Ich habe meine Hand gegen Lafeya erhoben und direkt neben ihr sehe ich wie der Rest meines magischen Geschosses einen Teil der Wand wegschmilzt. Ich habe angegriffen? Der Raum ist mit vier weiteren Gestalten bevölkert, die ich nicht kennen und auch nicht kennenlernen will. Vier untote Wesen mit heraushängenden Gedärmen gieren nach Lafeya und Rikard. Ich halte nach wie vor Millys Hand und schaue fragend zu ihr.

Das Wesen, dass mir entgegenstarrt ist sicher nicht Milly. Eine halbtransparente Gestalt. Zweifellos weiblich, aber von solch böser Natur und Ausstrahlung umgeben, dass seine Natur mir fast sofort klar wird. Eine Banshee, ein Klagegesit, der seine Opfer dominieren kann.
Der entbrennende Kampf ist die Hölle für mich. Ich werde immer wieder von der Magie der Banshee gebannt und verfalle in einen stetigen Wechsel der Gefühle. Hass, Mitleid, Zorn, Kummer. Immer wieder verfalle ich dem Wesen und wende mich gegen meine Mitreisenden. Letztlich sammele ich in einem Moment kurzer Klarheit meine restlichen magischen Reserven und schleudere dem Geistgeschöpf einen Strahl gleißenden Lichtes entgegen. Lafeya und Rikard haben inzwischen die vier untoten Wesen bezwungen und die Banshee entschwindet und versickert im Gemäuer des Tempels. Elendes Miststück!
Hinter dieser Kammer finden wir den zweiten Schlüssel für die Nebeltür verborgen unter einem magischen Feld. Mit einigen Blessuren und ein wenig Knobelei gelingt es uns aber auch diesen an uns zu bringen.

Wir sind ziemlich mitgenommen nach diesem letzten Gefecht und einigen uns auf eine kurze Rast im Inneren des Tempels. Weder Azlan, noch die Banshee kehren in dieser Nacht zurück. Nach einem hastigen Frühstück öffnen wir mit den beiden Schlüsseln die Tür hinter der nun zerfasernden Nebelwand und treten in einen Ort, der dem Garten eines Hexerkönigs gleicht. Mittem im Tempel, befindet sich ein Wald. Klares Wasser fließt aus kleinen Quellen in den Wänden. Bäume und große Pilze sprießen aus dem von Graß bedeckten Boden. Kletterpflanzen umgeben Säulen … Die Magie in diesem Raum ist beinahe zu schmecken. Unweit von uns entfernt, am anderen Ende des Raumes kniet eine Gestalt vor einer dreiköpfigen Statue von Geryon. Umgeben von totem Graß und legt die Hände an das was für mich so aussieht wie ein Samen von einem Lebensbaum.
Wenn ich den nicht defilen darf, dann der da ganz sicher auch nicht.
Der Mann, der komplett in schwarz gekleidet ist, nennt sich selbst Avon Fireswan. Ich hasse ihn nun schon. Er ist derjenige, der vor 300 Jahren die vier untoten Wächter an diesen Ort führte und nun ist er dabei den Baum und den Samen zu defilen, den er beschützen und bewahren sollte. Avon pikiert sich über uns und ruft sich eine Horde untoter Helfer herbei… Ich muss auch unbedingt an diesem Samen saugen, wenn er solche Macht verleiht.
Der Kampf ist gelinde gesagt unfair und nach und nach brechen wir vor Avor zusammen. Erst Rikard, dann Lafeya und daraufhin direkt auch ich.

Schwarz, Ende, ich bin tot… Allerdings… Hm… recht geschmackvoll eingerichtet dieses Leben nach dem Tot. Hohe mit Vorhängen bedeckte Wände, viele weiche Kissen, ein süßlicher Geruch in der Luft und… oh mein Gott, ein wunderschöner Todesengel… äh Todesdämon … äh… sagen wir eine Frau mit Hörnern und wenig Kleidung.
Es folgen einige Offenbarungen über die wahre Natur von Geryon, die mir deutlich besser gefallen, als die Geschichte, die die Tempelwände erzählen. Und letztlich erhalte ich einen Vorschlag: Folge weiter Lafeya und bewache den Samen, diene meinem Meister als Augen und Ohren und schlage einem Weg ein, den ich dir vorgebe. Töte Rikard und nimm einen weiteren Geist in deinem Wesen auf, der die Seelen deiner Opfer den Weg zu Geryon weist. Im Gegenzug erhältst du dein Leben zurück, Avon verliert die Macht über seine Untoten, du erhältst die Gabe Elementare und Geistwesen für eine kurze Dauer zu stärken und du bekommst den Schlüssel zum grünen Tor (was auch immer dies ist).

Klingt doch sehr positiv. Ich willige mit einem breiten Grinsen ein und trete zurück ins Leben, wo auch schon Lafeya wartet und Rikard um sein letzes bisschen Leben kämpft. Keine Ahnung, welchen Deal die naturverbundene Lafeya abgeschlossen hat, aber mir geht es großartig. Wir treten Avor, der plötzlich alleine uns gegenübersteht, gewaltig in seinen Defilerhintern und ich genieße es förmlich zu sehen, wie er mit seinem letzten Atemzug Rikard in eine tiefe Bewusstlosigkeit schlägt. Ich eile zu Rikard um vor Lafeya bei ihm zu sein und tue so als würde ich ernsthaft versuchen ihn retten zu wollen. Anstelle ihn aber zurückzuholen, ramme ich ihm im Verborgenen meinen Dolch in sein Herz. Damit ist dieser Teil meiner Abmachung geschafft.
Dennoch… als ich mich vom Leichnam des Zwergs erhebe und mich umschaue merke ich, dass hier etwas nicht stimmt.

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Von der Schlaf-Höhle im Cannon bis in die Höhle hinter der anderen Höhle und dem großen Tor

Jetzt hat der Kerl das schon wieder geschafft! Ich sollte mich wirklich fragen, ob eine Allianz mit Lynch die richtige Wahl ist. Immer wenn es brenzlig wird, hält er sich raus und überlässt uns unserem Schicksal. Muss man nicht in einer gemeinsamen Reisegruppe füreinander Kopf und Kragen riskieren. Versucht man nicht, diese Gruppe zu erhalten, wenn man schon so viel zusammen überstanden hat?

Aber von vorne:

Ich saß – mal wieder – am Lagerfeuer und hielt Wache. Es schien alles ruhig, auch unsere Nachbarn verhielten sich nicht ungewöhnlich. Irgendwann jedoch kamen zwei Reisende den Cannon entlang. Ou und Ki. Sie waren wohl auf der Suche nach gestrandeten Handelskaravanen – warum sie gerade hier lang gingen verstehe ich auch nicht, immerhin mussten sie ja auch noch an diesen furchtbaren Vögeln vorbei. Auf jeden Fall schienen sie noch nicht so erfahrene Reisende wie wir zu sein, hatten sie doch kaum noch Proviant und waren zu zweit auch recht ungeschützt.

Nach dem ich sie eingehend befragt und eingeschätzt hatte, kam ich zu dem Schluss, dass sie ungefährlich waren, und da ich jetzt ja weiß, dass man in Athas immer zuerst auf sein eigenes Wohl schauen muss, verpflichtete ich sie kurzerhand, uns heute bei unserer Mission zu helfen. Irgendetwas sagte mir, dass ich mir keine Sorgen machen musste, ihnen unsere Entdeckungen zu erklären oder unsere Beute mit ihnen teilen zu müssen.

Natürlich waren Lynch und Rikard zuerst nicht sehr erfreut darüber, dass wir jetzt noch weitere Mäuler stopfen mussten. Rikard fürchtete wohl auch im seine Stellung als oberster Söldner / Sklave bei uns. Aber meine unbestechbare Logik ließ ihren Widerstand dahin schmelzen.

Wir beschlossen also, die Höhle der Mules zu stürmen und sie zu überrraschen. Während sich alle anderen Mitstreiter vor der Höhle versteckten, schlich ich mich todesmutig als Spinne getarnt hinein mit dem Plan, sie zu erschrecken. Direkt vor dem Magier, der versuchte, das Portal aufzubrechen verwandelte ich mich in einen fürchterlichen, gefährlichen Löwen und brüllte, was das Zeug hielt. Ich fand mich selbst ziemlich beängstigend. Der Magier und seine Handlanger jedoch waren zu überheblich, um sich vor mir zu fürchten. Aber das Fürchten haben wir sie gelehrt. Wir ließen keinen am Leben und nach einem kurzen, aber harten Kampf, indem Rikard unseren Erwartungen nicht gerecht wurde und recht schnell am Boden lag, konnten wir uns an die Aufgabe machen, das Portal zu öffnen.

Mit Lynchs Magiewissen und meiner gedanklichen Meisterleistung (ich gebe zu, Ou hat mir ein bisschen assistiert), konnten wir das große Tor schließlich öffnen und fanden uns in einem langen Gang wieder.

Wir gingen weiter und kamen letztendlich zu einem weiteren Schlachtfeld und einem Altar. Doch auch hier fanden wir sonst nichts, was auf den Samens des Lebensbaumes schließen ließ, und so ließen wir auch diesen Raum hinter uns.

Jetzt war Azlan an der Reihe und bewies wieder einmal, dass er nur deshalb so ein guter Schurke ist, weil er zuverlässig alle Fallen nicht entschärft, sondern selber auslöst, sodass wir zumindest sicher von ihrer Existenz wissen.

Wir überwanden auch die letzten Rätsel dieses Tempels und bewiesen, dass wir Geryon sowohl vorwärts als auch rückwärts buchstabieren können.

Endlich kamen wir zu einer nächsten Tür, hinter der sich ein Raum befand mit mehreren verschloßenen Steinsärgen. Hier musste sich doch etwas wichtiges finden lassen. Wild entschlossen fingen wir alle gemeinsam an, die Särge zu öffnen. Alle? Nein, Lynch blieb hinter der Tür stehen. Und als, was natürlich zu erwarten war, wir unsere ersten Gegner erspähten, und sich die Tür auf wundersame Weise schloss, stand Lynch noch draußen. Es war ein harter Kampf und wir hätten Dazzling Ray und Ice Dragon Teeth gut gebrauchen können.

Wieder einmal war es ein harter Kampf, den ich im einzelnen nicht zu rekonstruieren vermag. Viele gingen zu Boden, Rikard stand zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit auf der Schwelle in die ewige jenseitige grüne Natur. Doch wieder einmal siegten wir, in dem unerschütterlichen Glauben, durch unsere Taten dieser elenden Wüstenwelt wieder ein bisschen Leben einhauchen zu können.

Und wieder einmal erholen wir uns auf einem Schlachtfeld, verbinden unsere Wunden und hören uns Lynch’s hämische Sprüche darüber an, dass es ihm natürlich ausgezeichnet geht. Wäre doch nur Goar hier, der wäre diesem Kampf garantiert nicht aus dem Weg gegangen….

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No Lynch left behind
Und plötzlich war die Tür zu…

Was zum…!? Lafeya treibt mich in den Wahnsinn. Kaum schließe ich nachts die Augen um ein wenig zu schlafen, lässt die Eladrin neue Leute in unsere Gruppe. Ich schwöre bei Flynns Grab, dass ich kaum eingeschlafen war, als dieser blauäugige Naivbolzen zwei durch den Canyon stromernde verhungernde Fremde Abenteuer zu uns ans Lagerfeuer und an unseren Proviant einlud.
Nunja es mag schon sein, dass wir ein wenig Unterstützung brauchen. Azlan, Lafeya und ich geben zwar unser Bestes, doch keiner von uns besitzt diesen Stehaufmänncheneffekt von Goar. Selbst unser neuster Zuwachs Rikard, der haarlose Schlächter, kann den Mangel an Brutalität und fehlender Körperhygiene nicht aufwiegen…
Irgendwie fehlt mir der große waffenzerstörende Narr. Nun ja, man muss mit dem arbeiten was man hat. Also habe ich nun mich, die aufsässige Eve, den meuchelnden Azlan, die naive Lafeya, den haarlosen Rikard, den neuen Menschen: Ki und den ihm folgenden Mule: Ou. Letztere hatten anscheinend vorgehabt, im Canyon nach verlorenen Handelsgütern zu suchen und wurden dann wie wir von den Arakoras aufgehalten… büßten allerdings ihren gesamten Proviant ein. Elende Amateure.

Und nun machen wir uns gemeinsam auf den Weg den Zwerg und seine Mules aus der Nachbarhöhle zu werfen. Wir sind uns sicher, dass sich hier der Eingang zum Tempel befindet und … ich werde den Samen sicherlich nicht mit diesen Personen teilen.
Lafeya ünternimmt einen Versuch, das halbe Dutzend Personen mit ihren naturgegebenen Kräften zu überraschen und ein Kampf zwischen unserer angewachsenen Gruppe und diesen angehenden Schmarotzern entbrennt. Mit solchen Gestalten verhandelt man nicht lange. Der Zwerg entpuppte sich als Sonnenpriester und setzte uns sehr zu, während sich die Mules Rikard, Azlan und Ki annahmen. Rikard bezog am meisten Prügel und besah sich des Öfteren den Boden der Höhle genauer… nun er ist halt ein sehr erdverbundener Zwerg.
Letztendlich obsiegten wir und töteten jeden einzelnen unserer Gegner. Der Tag fing also recht blutrünstig an.

Wir lecken unsere Wunden und untersuchen die Höhle genau. Neben der Ausrüstung und dem Proviant dieser Gruppe (wir nehmen beides dankend an uns)finden wir eine Tür, die allem Anschein nach zu dem führt, zu dem wir zu gelangen versuchen. Der Tempel scheint unmittelbar hinter dem Tor zu liegen, welches der Zwergenpriester versucht hatte zu öffnen. Auf der Tür sind drei Inschriften, eine in Handelssprache, eine in Abyssal und eine in einem Kauderwelsch, welches für mich wie religiöses Gekrakel wirkt. Ebenfalls befindet sich ein Platte mit Zahlen auf dem Tor. Ich übersetze so es mir möglich ist alles bis auf das religiöse Zeug und bringe ein wenig über diese ominöse Gottheit in Erfahrung. Geryon, drei Gestalten, Krieg, Opfer, Bla bla… sehr uninteressantes banales Zeug und nur für Priester und Häretiker.

Lafeya und Ou werfen einen Blick auf die Steintafel an der Tür und lösen innerhalb weniger Augenblicke das Rätsel, welches der Zwergenpriester in mehreren Tagen nicht gelang. Zwerge eben.
Mit dem Lösen des Rätsels öffnete sich das Tor und gab uns den Einlass in einen länglichen dunklen Gang. Im Fackelschein erkennen wir Wandreliefs. Viele Wandreliefs. Überall sind geflügelte Menschen abgebildet. Wir kommen dem Samen näher, ich spüre es in meinen Fingerspitzen.
Wir verlassen den Gang und erreichen einen Opfer- oder Tempelraum. Ein großer Altar, Überreste lang verfallener Holzbänke, Fragmente alter Statuen, etwa 40 auf dem Boden liegende menschliche Skelette und unzweifelhafte Spuren eines lang zurückliegenden Kampfes. Kulte und Religionen, man weiß nie genau was man tut, aber man weiß, dass es stets in Tränen und Blut endet.
Hinter dem Altar zeigt sich jedenfalls eine weitere Tür, die uns tiefer in den Tempel von Geryon leitet. Ich habe ein ungutes Gefühl bei diesem Portal und setze mich in den Schatten des Altars, während Azlan nach möglichen Fallen sucht. Die plötzlich aufwallende Hitze und die Schmerzensschreie Azlans zeugen von einer weisen Entscheidung. Der Duft von gebratenem Fleisch erfüllt die Luft, als ich mich hinter dem Altar erhebe und an dem noch immer schmauchenden Azlan vorbei eine magische Rune an der Tür entdecke und entferne.
Hinter dieser Tür befindet sich erneut eine Falle. Bodenplatten, denen man in einem bestimmten Rhythmus folgen muss. Keine große Herausforderung nachdem wir die Funktionsweise mit der Trial an Error Taktik erkundet hatten.

Und wieder stehen wir vor einem großen Tor. Diesmal ist es offen… Eine gigantische offene Doppeltür zeigt einen recht großen Raum, dessen Fußboden mit zahlreichen Knochen bedeckt ist. An der gegenüberliegenden Seite des Raums ist eine verschlossene Tür und im Raum selber befinden sich vier große Steinsärge. Wieder beschleicht mich dieses Gefühl, dass etwas falsch in dem Raum ist. Während meine Mitstreiter in den Raum stürmen und die Steinsärge auf der Suche nach… keine Ahnung was… öffnen, harre ich vor dem noch immer offenen Portal und warte auf das Unausweichliche.
Das Letzte, was ich noch sehe, bevor das Portal, vor mir mit einem lauten Knall, zufällt sind züngelnde Flammen um meine Kameraden und dass sich die Knochen auf dem Boden bewegen.
Das Portal scheint magisch versiegelt und ich mache mich gemächlich daran es von meiner Seite aus zu öffnen. Von der anderen Seite aus höre ich einen Kampf. Gedämpfte Schmerzensschreie… Ich glaube Rikards Keuchen zu hören und mache mich wieder mit einem Lächeln auf den Lippen an die Arbeit… Zwerge halt.
Endlich löse ich das Rätsel der mystischen Rune und das Portal beginnt sich wieder zu öffnen. Der Kampflärm erstirbt in derselben Sekunde und vor mir sehe ich die fünf humanoiden Schemen meiner Begleiter im Rauch… Der Boden schwelt und dort ist wieder dieser Geruch von gebratenem Fleisch in der Luft…

Irgendwie bekomme ich Hunger.

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Last Lynch standing
Von Käfern und Canyons

Was tue ich hier in der Wüste? Eigentlich sollte ich ja ein paar Kontakte aufsuchen und die Schwarzmärkte durchkämmen. Aber stattdessen liege ich hier und blute. Diese unter dem Sand lauernden Käfer haben mir ordentlich zugesetzt und so fällt es mir doch recht leicht in einen traumlosen Schlaf zu fallen.

Wie es so oft ist, kommt das Grauen langsam mit dem Erwachen. Während meines Schlafes hat sich ein Zwerg unserem Lager genähert und mit Lafeya und Azlan verhandelt.
Rikard der Schlächter nennt er sich. Anscheinend ein ehemaliger Arenakämpfer, dessen Karawane unweit entfernt überfallen und zerstört wurde. Da er alleine und ohne jeden Proviant ist, möchte er seine Dienste für Wasser und Essen bei uns eintauschen. Vielleicht liegt es an meinem starken Blutmangel, doch ich habe das Gefühl, dass eine Klinge mehr in der kommenden Konfrontation nicht schaden wird. Nachdem wir den Tempel gefunden, den Samen vom Baum des Lebens an uns genommen und die nächsten Gefahren überlebt haben, kann man ihn immer noch loswerden.

Aber nun wird der kleine Haarlose erst einmal von Lafeya aufgepäppelt. Soll sie ihn nur füttern. Ich werde jedenfalls darauf achten, dass der Kleine sich nicht zu tief in unsere Vorräte hineinfrisst.
Nach einem ausgiebigen Frühstück brechen wir auf in die Richtung, die uns unser Wüstenkompass weist. Der Canyon von Gothay liegt noch etwa zwei Tagesreisen entfernt und so hält Lafeya unterwegs Ausschau nach Möglichkeiten unseren Wasservorrat aufzufüllen.

Ein Kakteenhain unweit unserer regulären Reiserute lädt uns geradezu ein, die Kanks zu füttern und mit prall gefüllten Wasserbeuteln weiterzureisen. Nun sagen wir mal die Einladung hattte nicht lange Bestand. Ein Schwarm Feuerkäfer grub sich aus dem Sand und attackierte uns umgehend. Was gibt es angenehmeres als feuerspuckende Krabbeltiere.
Einen ekeligen Kampf später musste ich mit ansehen, wie klein leider unsere Wasserausbeute ausfiel. Langsam hege ich erste Zweifel an unserem Proviant… vor allem seit wir nun zu viert sind.
Die Weiterreise zu dem vermuteten Tempel von Gerion verläuft unauffällig… nun zumindest solange, bis wir am Eingang des Canyons von einem Stamm Arakoras angehalten werden. Diese Spatzenhirne wollen wirklich Wegzoll von uns fordern. Nach ein wenig hin und her und einem gescheiterten Vergiftungsversuch von mir, überlasse ich dem Schwarm wieder einen Teil unseres schwindenden Proviants. Sicherlich hätten wir sie auch niederkämpfen können, doch ich glaube unsere Kräfte sollten bis zum Tempel ein wenig geschont bleiben

Der Canyon ist ein wirklich ungemütlicher Ort. Kein Anzeichen vom Defiler bislang. Trotzdem werden wir beobachtet. Zahlreiche Augen richten sich in den dunklen Höhlen auf uns während wir vorbeireiten. Die hohen Wände schließen das Licht aus uns so reisen wir in fast vollkommener Dunkelheit immer weiter. Letztlich erreichen wir ein paar größere Eingänge in der Felswand. Gut möglich, dass sich hier in der Nähe der Tempel befindet. Vorsichtshalber ziehen wir unsere Waffen um der nächsten bösen Überraschung entgegenzutreten. Und tatsächlich sehen wir uns wieder Krabbeltieren gegenüber. Gigantische Tausendfüßler wuseln aus dem Fels hervor und greifen uns an. Der Kampf ist hart… bloß gut, dass wir unsere Kräfte gespart haben. Nachdem die Krabbler tot sind kommt der nächste ungebetene Gast. Ein Zwerg und vier Mule tauchen aus dem Nichts auf, versuchen uns zu erpressen und klopfen schlaue Sprüche. Wir geben ihnen Paroli und schlagen in einer der Höhlen unser Lager auf. Allem Anschein nach haust die andere Gruppe direkt gegenüber und versucht eine Tür mit einer Schrift zu öffnen, die sie nicht zu entziffern vermögen. Haben sie vielleicht den Eingang zu dem Tempel gefunden, den wir suchen?
Ich werde jedenfalls nicht zulassen, dass einer der Haarlosen seine Winzfinger an den Samen legt. Lafeya, Azlan, Goar… wenn es sein muss. Aber ein Zwerg? Ganz sicher nicht, solange ich noch einen Hauch Atem in meiner Lunge habe.

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Von der Hütte des Vendaril von Nibenay bis (wieder einmal) in die Mitte der Wüste

Und wieder einmal stehen wir auch einem Schlachfeld. Wieder einmal haben wir gewonnen, aber wieder einmal sind ein paar weitere Kratzer, Wunden und Narben hinzugekommen. Insbesondere Lynch hat diesmal viel einstecken müssen. Aber vielleicht ist das mal dran, sonst war ja immer ich diejenige, die umgekippt ist!
Und warum sind wir hier, wieder einmal in der Mitte des Nirgendwo? Ich würde jetzt gerne schreiben, in der brüllenden Hitze, die uns grillt und schwitzen lässt. Doch diesmal können wir sogar über Tag reisen. Dank eines neuen Rituals bin ich jetzt in der Lage und vom Wetter unabhängig zu machen. Weder Hitze noch Eis und Schnee, sollte es das je wieder geben, werden uns mit dieser Kraft der Natur etwas antun können. Aber warum sind wir hier? Eine verrückte Hoffnung treibt mich, uns, wie auch immer. Die Hoffnung, eine dieser Pflanzen zu finden, die die Essenz des natürlichen Lebens verkörpern, die so viel reine, unverbrauchte Energie besitzen, die jeden Garten erblühen lassen, die die Lösung für all meine Probleme wäre.
Bevor ich Lynch befreite, nahm ich ihm das Versprechen ab, keine hirnrissigen Einzelaktionen mehr zu machen. Ich kam mir sehr abenteuermäßig überlegt vor, dass ich ihm nicht einfach die Fesseln löste, sondern erst mit ihm handelte. Und ich bin wirklich überzeugt, dass ihn die ganze Geschichte etwas geläutert hat. Er ist seit dem sehr viel umgänglicher. Außerdem fand ich diese genialen Rituale, die mir und uns das Leben in der Wüste so sehr erleichtern werden. Und das Schwert, mit dem mich ab sofort jeder Gegner fürchten wird.
Der Defiler war entkommen. Das störte mich nicht so wirklich, eigentlich habe ich gar kein Interesse, ihm hinterher zu laufen, je weiter solche Leute von mir weg sind, desto besser! Auch das Elementar, welches diese riesige Explosion verursacht hatte, war nicht mehr da. ABER wir fanden Notizen, welche uns anzeigten, wo wir den Defiler wohl finden werden und was viel wichtiger war, weil es uns nämlich einen Grund gab, ihm zu folgen, die Notiz ließ darauf schließen, dass sich dort ebenfalls ein Samen des Baum des Lebens befinden würde.
Ich fühlte mich, als würden wir in einem Grab übernachten, doch wir waren so erschöpft, das nicht mehr daran zu denken war, erst nach Silversprings zu reisen. Also legten wir uns hin, auf diesem Schlachtfeld und ruhten aus. Obwohl dieser Ort so von negativer Energie verseucht war, fand in der Nacht doch ein Traum den Weg zu mir und zeigte mir diese Höhle, die wir suchten. Diese Höhle war das Paradies, sie war ergrünt, so grün wie ich meinen Wald noch nie sah. Sie lebte, so stark, wie ich es noch nie erlebt habe. Ich wusste, mein Weg würde mich zu dieser Höhle führen.
Nach einem kurzen Zwischenstop in Silversprings machten wir uns schnell auf den Weg. Wir reisten schnell und effizient auf den Kanks, doch auch diesmal wurden wir aufgehalten von Monstern, wie die Wüste sie bereit hält. Wir sind ein eingespieltes Team, doch ohne Goar musste Lynch diesmal sehr viel einstecken.
Jetzt reisen wir weiter, schnell und ohne große Rast, um die Höhle, das Leben, die Lösung meiner Probleme zu finden. Und dann wird alles gut…

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Lynch rising
Eines Morgens in… Silversprings?

…Schmerzen.. Schmerzen und Dunkelheit.
Was zum allmächtigen Energiefluss ist mit mir geschehen?
Grade eben war ich noch in der Bar und feierte ausgelassen die finanzielle Ausbeute des Sieges, den Goar und Azlan in der Arena von Silversprings sich erarbeitet hatten. Tags zuvor hatte ich die gesamte Ausbeute unserer Unternehmungen auf dem Marktplatz versilbert und durch ein wenig Glücksspiel unsere Reisekasse noch weiter aufgeblasen. Es gab also mehr als genug Alkohol, Essen, Musik, Gelegenheitsfreunde und Dirnen an diesem Abend.
Dieser Abend… Ich kann mich an wenig erinnern.

Einige Erinnerungsfetzen wagen sich in das Licht wie verängstigte Nagetiere. Ich lag in meinem Zimmer, vier Angreifer traten aus der Finsternis hervor, ein kurzer heftiger Kampf und ich wurde niedergeschlagen.

Die Schmerzen lassen langsam nach und ich wage es vorsichtig meine Augen zu öffnen.
Ich befinde mich anscheinend in einer Höhle oder Grotte. Gefesselt, geknebelt und an die Felsmauer gebunden. Der Geruch von Blut schwängert die Luft. Ein kurzer Blick an mir herunter offenbart eine freudige Tatsache, es ist nicht meins -Ich bin unverletzt.
Das Licht ist diffus, zwei große Feuerschalen erhellen die geräumige Höhle in der ich erwache vollends. Überall sind Spuren von Verwüstung zu sehen. Die Wände sind mit Symbolen bedeckt aber von Rissen durchzogen und ich kann die bewegungslosen, liegenden Schemen einiger Personen ausmachen… wahrscheinlich verströmen diese den Geruch.

Lafeya tritt in mein Sichtfeld und zieht diese ganze „Wir haben dich gerettet, aber warum sollte ich dich von deinen Fesseln befreien“ Nummer ab. Sie versucht mir erneut ein Versprechen abzunehmen und will sich anscheinend über meine Lage pikieren… Der Knebel in meinem Mund verhindert, dass sie mein amüsiertes Seufzen wahrnimmt.
Doch auch Azlan ist hier. Er wischt seine Klingen an den Gefallenen Personen ab. -Keine Frage, die beiden hier haben mit der misslichen Lage dieser Höhle zu tun. Aus den Augenwinkeln erfasse ich mystische Kreise, Anzeichen einer verhinderten Beschwörung… anscheinend war ich für ein Ritual eingeplant worden, welches meiner Gesundheit eher unzuträglich gewesen wäre.
Also sollte ich dankbar sein…

…Trotzdem gönne ich Lafeya nicht dieses Triumphgefühl. Ich befreie mich aus eigener Kraft von meinen Fesseln und diskutiere durch meinen Knebel mit ihr und philosophiere über die vergangenen Tage während ich Strick nach Strick abstreife. Letztlich fange ich den von Azlan mir zugeworfenen Dolch auf und zerschneide die restlichen Fesseln. Die Unterhaltung mit der Eladrin fällt genauso von mir ab, wie der Knebel, den ich bis zu letzt in meinem Mund lasse. Selbst Eve schien die Situation zu genießen.
Nach einem kurzen Gespräch mit dem Schurken und der Druidin erhalte ich endlich eine Übersicht über das Geschehene.

Ich wurde entführt und sollte verkauft werden – Goar ist weg – Der Verkauf ging nach hinten los -Lafeya und Azlan erhalten den Auftrag den mutmaßlichen Käufer zu suchen und die Verkäufer zu retten -Sie erhalten zwei Personen zur Seite gestellt, die ihnen helfen sollen -Sie finden das Versteck des Käufers -Dieser stellt sich als Defiler heraus -Er will einen Elementargeist rufen -Das Ritual scheitert -Ein Kampf bricht los -Der Defiler flieht -Nur Lafeya und Azlan stehen noch lebend im Raum -Ich komme in einem hinteren Winkel im Schatten zu mir.

Tja so weit so gut, wir untersuchen gemeinsam den Raum und nehmen einige Wertgegenstände die nun herrenlos herumliegen in unsere Obhut. Nun gilt es für mich also erst einmal die Zeit zu überbrücken, bis ich an meine Ausrüstung komme, welche nach wie vor in Silversprings liegt. Wir legen erst eine ausgedehnte Rast in der Höhle ein, da Lafeya und Azlan doch einiges haben einstecken müssen. Hin und wieder ist es vielleicht doch besser eine Konfrontation auszusetzen.
Ich biete mich an die erste Nachtwache zu halten und bewache den Eingang der Grotte. In der Nacht kommen einige Räuber und verzehren die Kadaver welche aus einem vorherigen Konflikt zwischen meiner Gruppe und der Natur herrühren. Leider konnte ich nicht alle Überreste des Kampfes beseitigen. Trotzdem wagt sich keines der Tiere näher an das Feuer und es bleibt eine ereignislose Nacht.
Lafeya löst mich nach vier Stunden ab. Die Geschwindigkeit, mit der Eladrin es schaffen sich im Schlaf zu regenerieren ängstigt mich ein wenig. Der Schlaf in den ich falle ist anscheinend mit der Magie durchsetzt, die von dem zerstörten Ritual her ruht.
Ich träume von einer Ödnis in der jemand versucht mit mir zu sprechen. Eingeweide wachsen an kränklichen Bäumen in einer Felsengegend und die Stimme wird fordernder. Ich versuche Kontakt mit Eve herzustellen, doch meine vertraute Dämonin erscheint nicht. Probehalber leiste ich Wiederstand und bleibe stehen. Ich setzte mich und die fordernde männliche Stimme scheint zornig… oder enttäuscht zu reagieren. -Auch wenn ich vielleicht eine Waise ohne Erinnerung an seine Eltern bin. Mama Lynch hat keinen Idioten aufgezogen. Was auch immer mich in diesem Traum lockte war böser als ich selber und zeigte wenig Verständnis für eine ansprechende Inneneinrichtung. Letztlich wurde ich aus diesem Traum nahezu herausgeworfen. Allem Anschein nach, habe ich nicht so agiert wie die Stimme es sich vorgestellt hatte.
Sofort folgte ein zweiter Traum:
Ein einziges Bild. Ein schwarzer Stein, der vor ihm innewohnender zügelloser Macht nahezu bebt.

Träume eben… natürlich wird mehr hinter dieser Situation stecken als ich es mir momentan vorstellen kann, dennoch wird es Zeit wieder aufzubrechen. Wir reisen wieder gen Silversprings.

In einer Schriftrolle des Defilers, die ich gemeinsam mit Lafeya entschlüsselte hatte, fanden wir Hinweise auf einen Samen. Einen Samen eines Lebensbaumes. Dieser Schatz würde in dem Tempel von Gerion beherbergt, welcher sich in dem Canyon von Gothay im Nordosten von Silversprings befindet. Ziemlich undurchsichtig dies alles. Ein solch mächtiges Relikt so unmittelbar in Greifweite. Lafeya hatte natürlich sofort das Schicksal ihres Waldes im Hinterkopf. Ich, wie wohl auch der Defiler, sehen hier drin wohl eher eine Tür zu immenser Macht.
Nachdem wir also in Silversprings nach unseren Sachen, zu denen ich auch Goar zähle, gesehen haben, wird unser nächstes Ziel der Tempel sein. Selbst wenn wir hier nicht den Samen finden sollten, sehe ich die Chance an diesem Ort den Defiler aufzuspüren und ihm einige Fragen stellen zu können als recht hoch an.

Die Reise nach Silversprings ist so, wie sie anscheinend immer ist, lang, ermüdend, frustrierend und sie endet vor einem mies gelaunten Wächter. Erneut bewegen wir uns durch die Gassen und schauen uns nach möglichen Käufern für unsere Beute um. Mein flinkes Mundwerk lies uns erneut nicht im Stich und so gelingt es mir erneut einen Käufer für all den Schund zu finden, den wir nun wirklich nicht brauchen. Wir besuchen unser Gasthaus und erkennen unter den Minnesängern Daleth, der unsere Zimmer für uns frei hält. Goar hingegen finden wir nicht. So erhält unser Troubadour den Auftrag, nach dem Barbaren Ausschau zu halten.
Lafeya, Azlan und ich begeben uns allerdings schnellen Fußes in Richtung des Canyons in der Hoffnung den Defiler ausfindig zu machen. Es sind drei Tagesreisen die nun vor uns liegen und ohne das nützliche Ritual welches Lafeya erlernt hatte, wäre das Reisewetter zur Zeit der Dürre sicherlich nicht so angenehm wie nun.
Der Weg nach Nordosten ist lang und es zeigt sich nur wenig Leben. Mit Ausnahme des uns feindlich Gesinnten natürlich. Wie immer stolpern wir von einem Kankhaufen in den nächsten. Zuerst kämpfen wir uns an einer Gruppe von Tieren vorbei, die wie eine Mischung aus Insekt und Echse anmuten. Diese Wesen sind keine Herausforderung für uns, bewachen aber das was wir am meisten in der Wüste suchen, einen sicheren Zufluchtsort.

Und wieder sucht mich ein Traum heim. Der dunkle Stein schwebt vor mir und ich spüre die Macht die er ausstrahlt… keine lockende Stimme, keine Eingeweidebäume.
Sehr seltsam, ich sollte auf mich in den kommenden Tagen sehr gut aufpassen.

Natürlich müssen wir am kommenden Tag erneut eine feindliche Begegnung überleben. Eine Ansammlung von Ankhegs lauert uns auf und es entbrennt ein heißer Kampf. Die Kleinen Insekten vergehen in einer Wolke aus Feuer, Blitz, reißendem Sand und zuckenden Klingen, doch die größeren Tiere stürzen sich auf mich, besprühen mich mit Säure und umklammern mich mit ihren Zangen. Ich gehe nicht kampflos unter…
Ich schicke Kälte und Blitze auf meine Gegner, doch die unbarmherzigen Kiefer der Wesen schneiden sich durch meine Rüstung tief in mein Fleisch und das Blut beginnt in breiten Strömen zu rinnen …
Hin und wieder ist es vielleicht doch besser eine Konfrontation auszusetzen.
Das Letzte was ich sehe, bevor es dunkel um mich wird, sind die mir zugewandten Rücken meiner Begleiter, wie sie die letzten kleinen Ankhegs töten … während … ich … von … den … Elterntieren…

Schmerzen … Schmerzen und Dunkelheit.

Ich blinzel… Kaum zu glauben wie viel Blut in einem durchschnittlich großen Zauberer ist. Das ganze rote Zeug um mich herum kann unmöglich aus mir stammen. Über mir knien Azlan und Lafeya. Oh wie ich Goar vermisse… Sonst frisst der immer die Prügel. Bis zum Tempel von Gerion sollte es noch eine Tagesreise sein, bis dahin muss ich mich wieder erholt haben.

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Von dem Marktplatz in Silversprings bis zur Höhle des Vendaril in Nibenay

Ich weiß nicht, vielleicht liegt es an dieser Oase Silversprings, aber da war ich eindeutig nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen! Was vor ein paar Tagen passiert ist, vermag ich gar nicht mehr zu rekonstruieren. Wahrscheinlich hat das irgendwas mit diesem Trank zu tun, den Lynch mit verpasst hat. Der soll sich mal warm anziehen, ich werde ihm ebenfalls was verpassen! Meine Rache wird fürchterlich sein!
Ich wachte auf, heute Morgen, mit dem doch eher unbekannten Gefühl eines Filmrisses. Der einzige, der von meiner Reisegruppe noch anwesend und aufgestanden war, war Azlan, doch der machte sich sofort auf in die Bäder, in denen er irgendwie freien Eintritt hat. An die Kämpfe, die er dafür gewonnen hat, erinnere ich mich auch nicht mehr so genau, aber soll er das mal genießen!
Ich wunderte mich schließlich, dass weder Goar noch Lynch auftauchten. Hatten sie so übertrieben gefeiert? Goar war nicht da, das Bett unberührt, der schien in der Tat eine gute Nacht gehabt zu haben! Lynch hingegen, so scheint mir, hat die Abreibung, die ich ihm eigentlich verpassen wollte, schon bekommen. Sein Zimmer war durchwühlt, ich fand Blutspuren, alles war durchsucht worden und weder Lynch noch seine kleine nervige Begleitung war da! Immerhin unser Gold und seine Ausrüstung haben sie nicht genommen!
Ich habe schon ein bisschen was gelernt seitdem ich meinen geliebten Wald verlassen habe. Und das erste, vielleicht auch das schmerzhafteste, was ich lernen musste, war, dass man nicht alles Leuten schnell vertrauen darf, denn die meisten haben Dreck am Stecken! Also erzählte ich den beiden Gestalten, die, als ich wieder in den Schankraum trat, nicht meine ganzen Sorgen und gab mich meisterabenteuermäßig skeptisch! Sie wollten, dass Azlan und ich mit ihnen kamen, um einen unserer Freunde zu betreuen! Aber Azlan war nicht da und ich hatte gerade entdeckt, dass Lynch gekidnappt worden war! Gewiss wollten sie uns auch in eine Falle lenken! Der eine hieß Regdar, der andere Attris. Letzterer kam er Urik und diente dort dem König! Er fand Sklaverei gut. Ich mochte ihn nicht. Er war mir ein bisschen unheimlich. Aber das ist jetzt auch egal, die beiden sind sowieso tot.
Letztendlich mussten Azlan und ich wohl oder übel mit den beiden mitgehen, wir mussten ja wissen, wo sie Lynch hingebracht hatten. Und ich hätte ja auf jeden Fall fliehen können. Also folgten wir den beiden in die Katakomben der Arena, in der Goar und Azlan den Abend zuvor so glorreich gesiegt hatten. Wie sich zeigte, war das nun eins unserer Probleme! Die Elfen, die uns empfingen, hatten gestern Abend eine herbe Niederlage einstecken müssen. Sie hatten auf die Elfen gewettet, die von Goar und Azlan im letzten Kampf ausgeschaltet worden waren.
Jetzt hatten sie sich gerächt. Sie hatten „unseren Freund“ gekidnappt und ihn in eine Höhle zu einem gewissen Vendaril von Nibenay gebracht. Allerdings waren ihnen die Köpfe seiner Eskorte ohne Körper und vor allem ohne Leben zurück geschickt worden. Uns wollten sie einen Gefallen tun, Attris und Regdar sollten bei ihnen die Schulden abarbeiten und ihnen irgendein Amulett zurück bringen. Naja, das war nicht meine Aufgabe. Ich überlegte kurz, ob es wirklich nötig war, Lynch zu retten. In meinen Augen kommt er meist auch alleine relativ gut klar. Und wenn die Geschichte stimmte, die mir Azlan erzählte, dann musste ich definitiv sauer auf ihn sein. Hat er für seine komischen Fantasien nicht seinen Dämon? Muss ich jetzt auch noch herhalten als Lustobjekt für die Meute, nur damit wir etwas mehr Profit machen. Wobei ich bezweifele, dass es Lynch um Geld ging. Wahrscheinlich ging es ihm um Show! Letztendlich stimmte ich grummelnd seiner Rettung zu. Man findet nicht alle Tage eine Gruppe, die bereit ist, mit mir in die Schlickmeere zu reisen um mir bei der Erforschung der Rettung meines Waldes zu helfen!
Daleth ließen wir in Silversprings, um unsere Waren und unser Geld zu bewachen. Mit unseren Kanks ritten wir los. Die Reise war anstrengend, aber ereignislos. Ich frage mich jeden Tag, ob es noch heißer werden kann und jeden Tag auf’s Neue stelle ich fest: es geht. Mehr als einmal sehnte ich mich zurück in den Wald, der so wunderbaren Schatten spendet. Schließlich kamen wir zum Eingang der Höhle und erledigten die „Wachhunde“. Das kostete uns fast das Leben und langsam fing ich an zu zweifeln, was wohl noch kommen möge. Vielleicht war hier Egoismus doch eher angebracht als falsches Heldentum?! Aber mitgehangen, mitgefangen!
Azlan wurde dann fast ein Bein abgerissen, als er die Falle auslöste, die damit den Weg effektiver schützte als die Biester. Doch nach dieser Schrecksekunde fand Attris heraus, dass wohl jeder, der Eingang begehrt, ein Blutopfer bringen muss. Attris war erneut sehr hilfreich, als er die nächste Falle blockierte, indem er etwas auf den Boden malte. Es ist fast schade, dass er tot ist, ich hätte ihn gerne mal gefragt, was er da eigentlich gemacht hat und wie er gekämpft hat. Ich frage mich, ob mir das gefallen hätte.
Schließlich kamen wir zum Eingang eines großen Raumes und sahen, dort wurde irgendein Ritual abgehalten. Wir warteten nicht lange und stürmten. Auch dieser Kampf war wieder hart und verlustreich. Viele von uns gingen irgendwann zu Boden, ich glaube es war Regdar, der mir, als ich (mal wieder) bewusstlos da lag, half. Ich konnte ihm leider nicht mehr helfen. Er und Attris starben bei einer großen Explosion. Auch der komische Magier ging dabei drauf. Was da genau explodierte weiß ich auch nicht.
Lynch fanden wir angekettet und bewusstlos in einer hinteren Ecke des Raumes. Jetzt peppeln wir uns alle gerade auf und auch wenn das hier ein unangenehmer Ort zum rasten ist, so haben wir drei doch die Pause bitter nötig. Ich bin gespannt, was Lynch erzählt, wie er hier hingekommen ist. Und ich hoffe, die Elfen lassen uns in Ruhe, aber wir haben ja auch keinen Vertrag mit ihnen geschlossen.

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Auf den Wolf gekommen
Die Reise nach Silverspring

Nach einigen brutalen Schlägen sinkt Sargan zu Boden.
„Hmm das ist also Sargan, die große Hoffnung der Arena. Ich weis ja nicht für mich sieht es eher so aus als hätte er noch viel zu lernen. Klarer Fall von Selbstüberschätzung. Sei froh vor nicht allzu langer Zeit hätte ich nicht meine Fäuste sondern meine Axt sprechen lassen.“ mit diesen Worten dreht sich Goar wieder zu Rubina um, die etwas abseits neben Freki steht und leicht erschrocken auf die Szenerie blickt.
Die anderen Leute in der kleinen Gasse fangen sofort wieder an ihren Tätigkeiten nachzugehen. Zwei Elfen schienen die Gunst der Stunde genutzt zuhaben um Wetten auf die beiden Kämpfer mit einigen Zuschauern abzuschließen.
Goar schaut zwischen der erschrockenen Kriegerin und Sargan hin und her
„Was hast du? Das einzige was er verloren hat sind ein paar Zähne, Blut, ein wenig Stolz und sein Ego. Dafür weis er nun, dass er nicht mit vergifteten Klingen auf andere Leute losgehen sollte. Wir sollten hier verschwinden. Bestimmt hat irgendeiner der aufrechten Bürger schon der Wache Bescheid gegeben.“
Die Goliath reißt ihren Blick von dem am Boden liegenden Kämpfer los und stimmt Goar zu.
„Wir sollten wirklich weg von hier. Mir tut es auch nicht leid das du ihm eine ordentliche Tracht Prügel verpasst hast. Es sah nur so leicht aus. Ich meine er ist einer der talentiertesten neuen Kämpfer und es wird davon ausgegangen das er es weit in der Arena bringen wird. Einige Leute werden bestimmt nicht glücklich sein das er nun für einige Zeit ausfällt.“
„Er ist stark aber ihm fehlt noch viel Erfahrung. Außerdem Muskeln sind nicht alles. Langsam fängt es an mir in Tyr zu gefallen. Das eure Templer seit dem Tod von Kalak nicht mehr Zaubern können macht einiges einfacher“ sagt Goar zu ihr während sie durch die Gassen laufen um möglichst schnell ein paar Häuser zwischen sich und Sargan zu bringen.

Nach einigen ruhigeren Stunden ohne Kampf, Blut, Gemetzel oder Hilfeschreien macht Goar sich aus dem Viertel der Stadtgoliaths gegen Mittag auf den Weg um seine Reisegefährten wieder in dem gemieteten Gasthof zutreffen.

Rubina hatte zum Glück wirklich den Kampf mit Sargan gut aufgenommen und ihm in Aussicht gestellt den gestrigen Abend heute Abend zu wiederholen. Zum Glück war der junge Gladiator ziemlich unerfahren und zu sehr von sich überzeugt gewesen. Ansonsten wäre das Ganze etwas komplizierter und blutiger geworden.
Jetzt hatte er wenigstens erstmal Ruhe vor dem Kerl.
„Ich bin gespannt was Lynch zu berichten. Ob sich wohl das ganze Warten auf die Informationen von diesem Kapuzenträger gelohnt hat? Es wird langsam Zeit das wir mit den nächsten Schritten auf den Weg unserer Reise beginnen. So langsam möchte ich wieder anfangen durch die Wüste zu reisen. Hmm ob Rubina wohl mit uns kommen würde? Wir können immer neue Leute gebrauchen.“ dachte Goar als er mit Freki durch die Gassen zum Treffpunkt wanderte.

Auf einmal fiel ihm wieder ein wie er Freki damals in der Wüste zusammen mit Greki gefunden oder eher gefangen hatte.

Damals:

Auf dem Weg zurück nach Kled musste ich mich leider von der Gruppe trennen weil die anderen den genialen Plan erdacht hatten, die Zwerge dadurch zu verschrecken, dass ich im Kampf mit dem Drake heldenhaft gestorben bin um die Gruppe zu retten. Mir gefiel der Plan von Lynch zwar nicht besonders aber die Aussicht auf ein paar hundert Zwerge die durch den Berg kriechen und die Quelle in Anspruch nehmen war noch schlimmer.
Außerdem spürte ich dass die Zukunft noch etwas für mich bereit hält.
So wanderte ich zur Oase von Klickklackschack um dort ein paar Stunden dem Druiden bei seinem Ritual zuzuschauen.
Später erfuhr ich von den Anderen wie Lynch die Zwerge mit seinem Lügengespinst eingewickelt hatte. Merkwürdigerweise schienen sie ihm sogar zu glauben. Ich werde nie verstehen wieso ihn kaum einer bis jetzt erwischt hat.
Klickklackschack war mit seinem Ritual schon beeindruckend weit voran geschritten.
Die mehrere Meter umfassende Kugel aus dem Gift der Elfen und anderen Verunreinigungen schwebte über der Oase und beleuchtete die Gegend wie eine kleine grüne Sonne.
Der Druide schien wahrgenommen zu haben, dass ich mich in seiner Oase aufhielt. Seine Antennen verfolgten meine Bewegungen.
Es könnte sich dabei um eine Art Selbstschutz gehandelt haben. Während der Ritualdauer meinte er ja, dass er die ganze Zeit in Trance verbringen würde.
Am Abend erschien eine kleine Wüstenechse die mir mit Lafeyas Stimme sagte wo ich die Bande treffen würde.
Ein sehr praktisches Ritual.
Am ersten Tag unserer Reise nach Silversprings weckte mich Azlan aus meinen Träumen, weil er verdächtige Geräusche gehört hatte und ein interessantes Schauspiel hinter einer riesigen Düne neben unserem Lager entdeckt hatte.
Ein Jagdrudel bestehend aus drei ausgewachsenen Schuppenwölfen und genauso vielen Jungtieren war gerade dabei einige wilde Kanks zu erlegen.
Sofort übte die Kraft, Eleganz und die Wildheit dieser Tiere eine unwiderstehliche Faszination aus.
Ich wollte sie als Gefährten haben.
Es wundert mich bis heute das ich die anderen so schnell überreden konnte mir zu helfen zwei der Jungtiere zu fangen.
Lynch mäkelte lediglich rum, ich sollte mir einfach welche in einem Dorf oder in einer der großen Städte kaufen anstatt meine und die Gesundheit der anderen zu gefährden.
Lafeya verwandelte sich selber in einen Schuppenwolf um die Jungtiere anzulocken solange die Alttiere mit den Kanks beschäftigt wären.
Vielleicht hatte das Fell was ich ihr am Abend davor geschenkt hatte sie dazu gebracht mir ohne lange Rückfragen zu helfen.
Ich lockte sie dann mit Drakefleisch an um sie zu packen.
Leider zeigte die Wüste dann, dass man sich auf Athas nie sicher sein kann. Auf einmal tauchten drei Belgois auf, die Lafeya als ihre nächste Mahlzeit auserkoren hatten.
Lafeya konnte sich mit Hilfe ihrer Fähigkeiten schnell von der Speisekarte streichen aber die Mistviecher wollten nun mich in mundgerechte Scheiben schneiden.
Es entbrannte ein schwerer Kampf gegen die flinken Nomaden, bei dem sie mir schwere Wunden zufügten.
Verdammt! Zwischendurch habe ich geblutet wie ein aufgeschlitzter Jhakar.
Aber die Kraft des Geistes des Phönix hat mich wieder geheilt als die Belgois besiegt waren und uns die Schuppenwölfe angriffen.
Am Ende des Kampfes konnte ich meine zwei Schuppenwölfe Freki und Greki einfangen.
Am Anfang waren die Beiden alles andere als zutraulich.
Der Rest der Reise nach Silverspring verlief ereignislos.
Der Handelsposten selber entpuppte sich leicht befestigte Ansammlung von merkwürdig in die Befestigungsmauer gebauter Gebäude mit viel zu vielen Händlern.
Ich werde nie verstehen wie man sich an solch überfüllten, verdorbenen Orten wohlfühlen kann.
Azlan und Lynch waren sofort Feuer und Flamme für diesen Ort.
Hier wollten wir unsere Vorräte auffühlen und den ehemaligen Besitz der Elfen verkaufen.
In Silversprings sah ich auch das erste Mal Goliaths die nicht in den Bergen lebten. Irgendwie machten diese, hier als Wachen dienenden, Vertreter meiner Art einen verweichlichten und korrupten Eindruck.
Nein, in meinen Augen haben diese Stadtgoliaths bis auf einige wenige sich sehr weit von unserer starken und unbeugsamen Art entfernt.

Als Goar bei diesem Teil seiner Erinnerung angekommen war merkte er, dass er vor dem Gasthaus seiner Freunde angekommen war.
„Los komm Freki. Lass uns mal schauen was Lafeya wieder so anstellt. Aber lass dich nicht wieder von Eve als Reittier benutzen.“
Der Schuppenwolf schaut sein Herrchen an und stupst mit der Schnauze die Pranke des Goliaths an. Wo drauf dieser in hinter den schuppigen Ohren und unter der Schnauze krault. Dadurch, dass diese Geste zwischen einem zwei Meter großes Raubtier und einem schwerbewaffneten Hünen ausgetauscht werden, hat es für zufällige Beobachter etwas Surreales.

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Bye bye Zwerge
die zehnte Aufführung

Lynch presst einen gestöhnten Laut aus seinem halbgeöffneten Mund hervor. Ein grimmiger Ausdruck entsteht für einen Augenblick auf seinem Gesicht.
Es war ein anstrengender Tag gewesen und die Vorführung hatte ihm, nach der Flucht vor dem komplett außer Kontrolle geratenen Freki, das letzte bisschen Energie gekostet.
Der Raum ist in Finsternis gehüllt und nur wenige Lichtstrahlen fallen durch die Lamellen des Fensterladens.
Ein Schemen bewegt sich huschend durch das Gaststättenzimmer von Lynch. Der Zauberer nimmt keine Notiz davon und dreht sich auf den Bauch. Ein tiefes sonores Brummen erfüllt das Zimmer als er ungestört seinen Schlaf fortsetzt.

„Da liegt er nun und hält endlich mal die Fresse.“
Der huschende Schemen kommt neben Lynchs Kopf zum Halt. Erst nun erkennt man die ungefähren Umrisse einer kleinen Frau mit Lederflügeln. Das Wesen hockt sich neben den Schläfer auf das Kopfkissen, lehnt sich an dessen linkes Ohr und schlägt lasziv seine Beine übereinander.
„Erst labert er, dann rennt er, anschließend schreit er rum nur um Sekunden später wieder zu labern. Und nun?…“ Aus Lynchs Mundwinkel rinnt ein kleiner Spuckefaden auf sein Kopfkissen und bildet dort eine seichte Pfütze. „… Nun ist er einfach nur ekelig.“
Der winzige Vertraute von Lynch schaudert einmal kurz und beginnt seine Fingernägel auf Sauberkeit zu kontrollieren bevor sie, noch immer an das Ohr ihres Meisters gelehnt, ihr Selbstgespräch fortführt.
„Aber eins muss man dir lassen Meister. Wie du die armen Idioten heute auf dem Marktplatz mit deiner Geschichte von Heldentum und … und … ach verdammt! Du bist der Wortartist Meister. Wie du die Leichtgläubigen an der Nase rumgeführt hast war schon beeindruckend. Man muss schon gut lügen können um die Geschichte von damals so zu verpacken wie du es kannst und dann auch noch Applaus dafür zu bekommen.“

Eve beendet die Kontrolle ihrer Fingernägel, verschränkt ihre Arme hinter dem Kopf und lässt die realen Geschehnisse von damals Revue passieren.

Der Drake von damals lag tot, gehäutet und ausgeweidet in den Tiefen vor dem Eingang der Zwergenstadt Kemelok. Und unweit des unterirdischen Gewässers hatte die Gruppe eine Rast eingelegt und ausgiebig in der Kühle des Gesteins geschlafen. Der Schlaf schien alles andere als angenehm gewesen zu sein, denn jeder der Abenteurer erwachte schweißgebadet und schien einiges an schlechten Träumen gehabt zu haben. Seltsamerweise schienen alle allerdings durch das Durchleben des Alptraums deutlich stärker geworden zu sein.
Nach ihrem vollständigen Erwachen machte dich die Gruppe letztlich wieder auf den Weg nach Kled.
Auf den Wunsch von Lynch hin, der einen perfiden Plan erfand, setzte sich Goar von der Gruppe ab und wartete an der Oase von Klicktschiklack auf die Weiterreise gen Osten.
Die Anwesenheit von Goar wäre in Kled jedenfalls sehr unangebracht gewesen. Lynch hatte eine Geschichte zusammengebraut, die vor Halbwahrheiten nur so überquoll. Ganz oben auf der Lügenliste stand natürlich der heroische Tot des Halbgiganten und ein noch immer in den Tiefen von Kamelok wütender unbesiegbarer Drake, der neugierige Besucher der unterirdischen Stadt mit Sicherheit verschlingen würde.
Lynch spulte also auf jeden Fall seine Geschichte herunter, drückte auf die Tränendrüse, schrie Leute an und machte eine Riesenshow aus der ganzen Angelegenheit. Und das Seltsamste daran war, dass die Zwerge ihm wirklich glaubten.
Also ging es wieder los. Lafeya, Azlan, Dalet und Lynch machten sich auf den Weg nach Nordosten um zunächst den totgesagten Goar aufzulesen und dann später nach Silversprings zu reisen. Immer hinter Lafeyas Träumen her und immer weiter in Richtung ihres Waldes.
Der Sonnenpriester Grom warnte die Abreisenden mit seinen letzten Worten noch davor, dass die Zeit des Versengens begonnen habe und die unmenschlichen Temperaturen es nahezu unmöglich machen würden durch die Wüste zu reisen.

Die Reise nach Silversprings nahm zwei Tage in Anspruch und gestaltete sich leider alles andere als angenehm. Grom hatte Recht behalten. Die Temperaturen wurden bestialisch und einen entspannenden Schlaf zu finden war nahezu unmöglich.
Allerdings sollte die Hitze nicht alles sein mit denen sie auf der Reise zu kämpfen hatten. Im Verlauf des Zweiten Tages, als die Temperaturen wieder einmal über den Schmerzpunkt stiegen, stieß die kleine Karawane auf einen Kampf zwischen mehreren Schuppenwölfen und einigen wilden Kanks. Goar sah in dieser Situation die Chance einige der jüngeren Wölfe einzufangen und zu zähmen.

Eve rollt kurz mit den Augen, als sie daran zurückdenkt, wann sie das erste mal Freki begegnete.

Der Kampf gegen die Schuppenwölfe und Kanks gestaltete sich allerdings im Nachhinein als schwieriger als erwartet, als eine vierte Partei sich in den Kampf einmischte.
Drei Belgoi, psybegabte verwilderte Wüstennomaden, witterten die Nähe von Lafeya als feybewußtes Wesen und mischten sich ordentlich in die Angelegenheiten anderer Leute ein. In dem daraufhin ausbrechendem Scharmützel zeigten sich Lafeya und Azlan von ihrer kämpferischen Seite und auch der elfische Troubadour Dalet zeigte wie hilfreich er sein kann.
Der Kampf war mehr als blutig aber letztlich fiel das Endergebnis zu Gunsten der Abenteurer aus und Goar hatte zwei relativ junge Schuppenwölfe gefesselt bei sich und brauchte nun nur noch die Hilfe der tierlieben Lafeya um die beiden Biester daran zu hindern ihn zu zerfleischen.

Die weitere Reise nach Silversprings verlief hingegen nahezu ereignislos. Lynch lernte von der Druidin das Wasserreinigungsritual und in der kommenden Nacht erreichten alle relativ gesund die Stadt und den Handelsposten Silversprings.
Lynch riss erneut sein Maul weit auf und taufte kurzentschlossen die kleine Karawane auf seinen eigenen Namen und improvisierte sich zum großen Händler, der in den kommenden Tagen all den Tand, den sie auf ihrer bisherigen Reise gefunden hatten versilbern und sich dann mit nützlichen Sachen eindecken würde.
Azlan knüpfte erste Kontakte in den Straßen zu einem Elfen namens Ziran. Lafeya und Dalet machten sich auf die Suche nach einem angemessenen Lager, einem Schneider und einem Kürschner. Goar blickte bereits auf die Kampfarena inmitten der Stadt in der ein gewisser Rikus am morgigen Tag gegen einen wilden Kirre antreten würde. Und Lynch erwarb einen Stand von Chalan dem Marktführer und begann groß Werbung zu machen.

Eve gähnt herzhaft und streckt sich. Ihr Meister schläft tief und fest und hat keine Notiz von ihrer kleinen Retrospektive genommen. „Armer müder Meister… du musst echt erschöpft sein, wenn du es endlich mal schaffst so lange deinen Mund geschlossen zu halten.“
Ein neuerlicher Spuckfaden läuft aus Lynchs Mundwinkel.
„Nunja… fast geschlossen zu halten.“ Eve schließt die Augen und versucht auch für sich ein wenig Schlaf zu finden.
Auf Lynchs Gesicht entsteht zeitgleich der Eindruck eines verschmitzten Lächelns.

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Eine Geschichte die nie richtig erzählt wird
Eine Geschichte die nie richtig erzählt wird

Als Goar langsam aufwacht und seine Umwelt wahrnimmt, merkt er dass er nicht in seinem Zimmer im Gasthaus liegt. Die Wände sind nicht sauber verputzt, eine spartanische Einrichtung und er liegt in einem Bett. Das zweite was er spürt ist ein Gewicht auf seinen Beinen, welches ihn am Aufstehen hindert, außerdem scheinen seine Unterschenkel aneinander gefesselt zu sein.
Als er die Beine etwas bewegt und an sich herunter schaut sieht er dass es keine Fesseln sind sonder eine leichte Bettdecke, die seine Beine umwickelt zusammen mit einer Goliathkriegerin, welche selbige als Kissen gebraucht.
Einen kurzen Augenblick hatte Goar schon befürchtet das die Situation nicht ganz so angenehm und ungefährlich sich darstellt.

Aber keine Templer stehen im Zimmer und richten ihre Waffen auf ihn. Goar atmet erleichtert auf ein weiterer Morgen ohne das irgendwer versucht ihn gefangen zunehmen oder umzubringen.
„Langsam färbt Lynch mit seinen morbiden Gedanken auf mich ab oder Lafeya mit ihrem leichten Pessimismus “ denkt Goar so bei sich.
Goar lässt seinen Blick über den fast narbenlosen Körper der Kriegerin gleiten. Er verweilt bei dem Streifenmuster auf ihrer Haut welches bei jedem Goliath anders ist.
Manch Clanältester bei den Gebirgsstämmen erzählt das dieses Muster das Schicksal eines Goliaths enthält.
Wer diese Muster lesen kann, weiß wie das Leben desjenigen verlaufen wird.
Goar kann zwar nicht diese Muster lesen aber dafür erzählt ihm die Haut ihres Körpers was sie in der Vergangenheit erlebt hatte. Dadurch das sie kaum Narben hat, erkennt er das sie sich noch nicht in vielen Kämpfen beweisen musste. Keine Brandzeichen oder Tätowierungen das ließ darauf schließen das sie keine Sklavin gewesen war. Er hatte gehört das in den Städte sich einige Leute freiwillig in die Sklaverei begaben um Schulden auszugleichen. Verstehe einer die Städter. Freiwillig seine Freiheit aufgeben.
Nur ein paar kleine oberflächliche Narben, die sie wohl durchs Training erhalten hatte. Keine Bissspuren von Tieren oder so.

Sein eigener Körper war da eine ganz andere Sache. Durch die Gunst der Geister waren zwar viele Wunden wieder ohne Spuren zu hinterlassen verheilt. Aber trotzdem waren genug Spuren geblieben.
An seiner linken Schulter eine Pfeilnarbe wo ein Pfeil ihn getroffen hatte, auf der Flucht in mitten der Kankherde aus der Elfenfestung. An seinem linken Oberschenkel konnte man die feine schwache Linie erkennen, die durch einen Schwertstreich Turadais gemalt wurde.
Auch der Kampf mit dem Gaj hatte an seinen Seiten Spuren hinterlassen.
3 Geschichten von vielen die seinen Körper gezeichnet hatten.

Eine Besonderheit war an seiner rechten Schulter zusehen. Dort zierten halbmondförmig angeordnet einige Narben seine Haut, mit etwas Fantasie konnte man daraus die Spuren eines riesigen Gebisses erkennen. Aber welches Tier hat so ein Gebiss und wie kann man eine Begegnung mit ihm überleben?
Goar wusste es. Er hatte zwar am Abend am Lagerfeuer gesagt dass er das nächste Mal erzählt was in den Ruinen von Kammelot geschehen war. Aber die Wahrheit würde er bestimmt nicht erzählen, den wer würde sie schon glauben und noch wichtiger wer sollte sie überhaupt erfahren?

Die Erinnerungen an die Stunden im Berg stiegen aus seinem Inneren auf. Zusammen mit dem wundervollen Bild eines Schatzes der Natur, der versteckt im Berg auf Besucher wartet.

Die Erinnerungen:
Das Gebiet um Kammelot gefiel mir gar nicht. Es war ein Zeugnis dafür was umgehemmter Einsatz von Magie der Natur antun kann. Das ganze Land war Schwarz verfärbt durch den Entzug jeglicher Lebens und Geisteskraft. Selbst unsere Kanks spürten die Verseuchung und Zerstörung um sie herum und wurden immer unruhiger je näher wir dem Eingang zum ehemaligen unterirdischen Reich kamen. Das Stadtoberhaupt von Kled erzählte uns das ein mächtiger Magier angeblich einen Vernichtungsfeldzug gegen die Stadt geführt hatte. Seit den Kämpfen von damals war das ganze Gebiet bis auf die Wurzel verseucht. Kein Tier und keine Pflanze wollten hier leben oder gedeihen selbst Aasfresser mieden das Land.
Aber wir wollten den Eingang zur Stadt suchen vielleicht kannten die Zwerge die hier damals lebten ja etwas was Lafeya zur Rettung des Waldes ihres Clans einsetzen konnte.
Nach ein paar letzten Ratschlägen vom Zwerg Ziegenbart verzauberte der Sonnenkleriker aus Kled einer meiner Fackeln damit wir bis zum Sonnenuntergang ein wenig Licht in diese Dunkelheit bringen konnten.
Azlan ging damals voran um nach Fallen Ausschau zu halten. Aber außer ausgebleichten Knochen fanden wir nichts.

Nach einiger Zeit versperrte uns eine Wand aus weißen Stein den Weg.
Lynch faselte irgendwas von einem Zauber der Gebiete wo schwarze Magie gewirkt wurde mit weißem Stein verschloss. Irgendwie wurde ich damals das Gefühl nicht los der er einfach irgendwas erzählte um nicht zugeben zu müssen dass er keine Ahnung hatte. Vielleicht gibt es ja wirklich Zauber die weißes Gestein erzeugen. Komplett egal aber was sollte das Gerede über schwarzer Magie?
Man muss wohl einer dieser Zauberschwinger sein um das zu verstehen.
Ich verstehe es auch heute noch nicht.
An einer Wand hatte jemand einen Tunnel geschaffen der an dem Hindernis vorbei führte.
Azlan musste nach ein paar schritten feststellen das der Boden mit einer schleimig glitschigen Substanz bedeckt war. Zum Glück bekam ich ihn zufassen bevor er in die Finsternis und Tiefe rutschte.
Vorsichtiger verfolgten wir dem Tunnel, der alle paar hundert Meter Anschweigungen zum Hauptgang aufwies. Leider führten all diese neuen Wege nur in Sackgassen.
Lynch philosophierte die ganze Zeit darüber, das der Weg durch wirklich mächtige Magie in den Fels gebrannt wurde.
Wurde damals das Land etwa verseucht nur weil der Angreifer durch den Berg an die Zwerge ran wollte?

Lafeya`s Laune näherte sich wie meine eigene damals immer mehr einen Tiefpunkt. So was sollte niemand der Natur ungestraft antun.

Auf unseren Weg immer tiefer in die Eingeweide des Berges hörten wir ab und an ein Brüllen und Knurren. Selbst Lafeya, die besser als ich im erkennen von Tierstimmen ist, konnte damals diese Geräusche nicht richtig zuordnen.
Wir sollten aber bald das Wesen kennen lernen welches zu den Geräuschen gehörte.

Nach einigen Stunden hörte der Gang nach unten plötzlich dafür war ein Durchbruch zu einer tiefer liegenden Höhle im Boden.
Während wir noch überlegten wie wir nach unten kamen verwandelte Lafeya sich in eine riesige Spinne um die Höhle zu erforschen.
Lynch machte sich daran in den Felsen der Tunnelwand eine Befestigungsmöglichkeit für ein Seil zu schmelzen während wir darauf warteten das unsere Druidin wieder kam. Unser verrückter Zauberer rief auf einmal nach Lafeya. Ich glaube immer noch der hatte zu dem Zeitpunkt einen Höhlenkoller.
Sofort kam unsere Druiden wie von der Wüstentarantel gestochen nach oben um ihm erstmal die Leviten zu lesen.
Während die beiden sich wie so oft erstmal stritten machten Azlan und ich uns bereit für den Abstieg.
Die beiden folgten uns auch als wir uns auf den Weg machten.
Unten angekommen begab ich mich sofort etwas Abseits der Gruppe als wir die Geräusche eines großen Wesens hörten.
Kurze Zeit später erschien auch ein Feuerdrake. Ein wirklich Respekt einflössendes Wesen, ich haderte damals kurz mit mir bevor ich ihn angriff um meinen Kameraden beizustehen.
Diese Wesen sind so selten das sie schon fast als Märchen abgetan werden. Aber kein Wesen was längere zeit in so einem verseuchten Gebiet lebt kann dieses Überstehen ohne verrückt zu werden. Deswegen stürmte ich es an um diese riesige Echse von seinem leiden zu befreien.
Lafeya beschwor ihren kleinen Wächterdrake, der mir half mich gegen die Angriffe des Drakes zuwehren. Dieser Winzling ist schon praktisch, wie er einfach den viel größeren Gegner immer ansprang wen dieser gerade nach mir schlagen oder beißen wollte.
Nach einiger Zeit stieß der Feuerdrake ein fürchterliches Gebrüll aus. Lafeya machte der Schrei gar nichts aus während wir anderen wie erstarrt waren.
Komisch dabei hat sie doch so große spitze Ohren. Leider griff der Feuerdrake sie nun gezielt an. Kurze Zeit später lag unser Langohr bewusstlos am Boden.
Nach einem langen Kampf gelang es mir dem verrückten Wesen meine Axt tief in das Genick zutreiben. Endlich war es erlöst.
Damals hatten aber nicht nur Lafeya und ich gut was abbekommen sondern auch Azlan wurde übel von dem feurigen Atem des Viehs erwischt. Einwenig länger und er hätte nur noch als Braten getaugt.
Der einzige der fast unversehrt aus dem Kampf herausging war Lynch. Er hatte sich weit abseits gestellt und den Drake aus sicherer Entfernung mit seinen Zaubern eingedeckt.
Nachdem Kampf half er dafür sofort unserer Druidin auf die Beine zukommen.
Irgendwie glaube ich das sie bis heute nicht weis wie knapp es für sie war.
In der Höhle war auch eine kleine Mulde voll mit wunderbar schmeckendem reinem Wasser.
Aber wir sollten sehr bald noch einen viel größeren Schatz der Natur finden.

Als wir die Höhle durchsuchten fanden wir einmal einen Gang der zu einem großen magischen Tor führte. Hinter diesem Tor verbarg sich die Stadt der Zwerge.
Leider hatten wir keine Möglichkeit dieses Tor zuöffnen.
Aber wir fanden in den Überresten einer Schlacht die zu Füssen des Tors stattgefunden hatte eine Schriftrolle mit merkwürdigen Runen.
Wir vermuteten dass auf der Rolle ein Hinweis stand wie man den Zugang öffnete.

Sehr viel interessanter war aber das wir noch einen anderen Gang fanden. Dieser führte in eine kleinere Höhle. Nachdem wir Azlan aus einen zu groß geratenen Gallertwesen befreiten, in welches er einfach rein gerannt war, sahen wir eins der schönsten Naturschauspiele. Einen großen unterirdischen Bach, eine riesige Ansammlung von Wasser es war mir bis dahin noch nie so was Schönes untergekommen.

Auch die anderen konnten ihren Augen kaum glauben. Ich setze mich etwas von den anderen in das kühle Wasser und genoss einfach diesen Augenblick. Blitzschnell griff ich auf einmal nach einen Wesen im Wasser und schmiss es auf das Ufer zu meinen Kameraden.

Lafeya erklärte uns das merkwürdige zappelnde silbrige Wesen, welches keine Beine besaß eine mystische Kreatur namens Fisch wäre. Während die Anderen noch überlegten ob man es mitnehmen oder essen sollte legte ich es wieder in das Wasser. Sofort verschwand das Wesen in den Tiefen des Berges.

Wir waren uns sofort einig das wir den Zwergen nichts von diesem Schatz erzählen würden. Mir wäre der Gedanke das Zwerge, dieses Wunder einfach zerstören würden nur um in ihrer Stadt Gärten oder so zu bewässern nicht wohl gewesen.
Lynch fing sofort nach diesem Beschluss an zuplanen wie man das Wasser am Besten an Dörfer oder Städte verkaufen könnte. Auch diese Idee gefiel mir nicht. Lafeya überlegte ob man das Wasser auf mystische weise nicht zu ihrem Clan bringen könnte. Ihr fiel aber keine Lösung ein. Also werden wir wohl weiter nach einer Rettung für ihren Wald suchen müssen dachte ich damals.
Was Azlan dachte weis ich bis heute nicht. Er war wohl einfach mit diesem Anblick leicht überfordert.
Wir einigten uns darauf das Lynch als Meister der großen Worte den Zwergen eine Geschichte auftischen sollte in der ich starb, der Drake überlebte und die Höhle des Drakes eine Todesfalle ohne Ausgang…..

Gerade als Goar an diesem Punkt in seinen Gedanken angekommen war spürte er wie etwas ihn über eine Hand leckte. Freki war auch wach geworden und begrüßte sein Herrchen.
„ Na Kleiner, dann wollen wir nachher mal zu den Anderen zurückkehren und denke dran Lynch und sein Kumpel sind kein Fressen. Lynch hat dir gestern extra eine Wüstenechse gekauft damit du nicht mehr ihn zerfleischen willst. Naja seinen Kumpel hast du erwischt. Irgendwas sagt mir das die uns heute mit der Geschichte noch mal nerven werden.“ Sagt Goar zu dem Schuppenwolf während er ihn hinter den Ohren krault.

Durch die Geräusche wacht auch die Kriegerin aus ihrem leichten Schlaf auf.
„Guten Morgen Goar. Bist du schon lange wach?“ leicht schlaftrunken schaut sie Goar mit einem zufrieden Gesicht an.

Nach einer kleinen weile machen sich die Drei auf dem Weg um an einem kleinen Stand etwas zu essen und sich noch einwenig zu unterhalten.
Gerade als Goar für sie beide ein würziges Fladenbrot kaufen wollte hört er von hinten eine bedrohliche Stimme : „Rubina was machst du mit diesem abgerissenen Typen?? Nimm sofort deine schmierigen Hände von ihr!!!“

Argh und ich hatte gedacht das heute mal ein ruhiger Tag wird. wenn das so weiter geht werden doch noch diese Vollidioten von zum Glück nicht mehr zaubernden Templer auf mich aufmerksam… denkt Goar während er sich umdreht um die Quelle dieser Ruhestörung sich anzuschauen.
Er sieht einen muskulösen Goliath, der gekleidet ist wie sich unwissende Städter einen gefährlichen und erfolgreichen Krieger vorstellen würden. Lederkleidung mit teuren Pelzen verziert, ein auffälliges verziertes Langschwert aus Obsidian, genauso gearbeitete Dolche in einem Echsenleder Gurtel und ein Schild auf den Rücken. Die ganze Kleidung sah aus als wäre sie eher für ein Fest als den Kampf geeignet.
Goar schaute die leicht verschreckte Goliath neben sich an: „Wer ist den der Kasper? Habt ihr ein Fest hier oder läuft der immer wie ein herausgeputzter Geck aus?“
„ Das ist Sargan. Er glaubt das wir zusammen wären. Keine Ahnung wer ihn den Floh ins Ohr gesetzt hat. Er ist der Lieblingsschüler meines Lehrers in der Arena. Murg hätte ihn beigebracht mit einem Schlag seine Gegner so zuschwächen das es unmöglich ist besiegt zu werden. er hat noch keinen Trainingskampf verloren. Seine Eltern Handeln sehr erfolgreich mit den Elfen der Wüste. Lass dich nicht auf einen Kampf mit ihm ein.“

Ein Schlag der Gegner zu leichten Opfern macht, das hörte sich für Goar eher nach vergifteten Waffen an.
Ansonsten sah der Typ nicht allzu gefährlich aus. seine Kameraden mussten wohl doch noch einwenig auf ihn warten. Freki setzte sich auch schon hin und schaute gespannt sein Herrchen an. Er hatte wohl beschlossen das er diesmal nicht eingreifen wollte.
Als Goar sich das ganze Überlegte holte sein Gegenüber aus und versetze ihn einen Kinnhacken.
Der Schlag hatte ordentlich gesessen und Goar musste erstmal seinen Kopf schütteln um ihn klar zubekommen.
Ok er hatte einen guten Schlag und keine Geduld anscheinend weil Sargan holte schon wieder aus um Goar diesmal einen Nierenhieb zu versetzen. Der Barbar wich dem Schlag aus und versetzte ihn stattdessen einen Schlag ins Kreuz, der den Krieger den Boden näher brachte.
Das war der Auftakt zu einer Reise die Sargan den verschiedenen Steinen des Weges und der Kenntnis, das nicht immer derjenige der den ersten Schlag macht auch den Kampf gewinnt.

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