Athas

Goars Gedanken am 2 Tag der Show

Am nächsten Tag an einem uns wohlbekannten Ort mit netter ungestörter Aussicht über den ganzen Markt sitzt Goar, während auf dem Markt sich der an leichter Selbstüberschätzung leidende Künstler Lynch seinen Auftritt vorbereitet, an einer Mauer gelehnt im Schatten versteckt und isst einen Braten mit Fladenbrot.

Seinen Blick über die Massen von Stadtbewohnern schweifend spricht Goar in Richtung einer anderen in den Schatten gelegenen Ecke: „Schau dir die ganzen Idioten an. Sie verstecken sich hinter dieser dicken Mauer, denken sie wären in Sicherheit und strahlendes Licht der Zivilisation inmitten der Dunkelheit der unzivilisierten Wüste. …Sie sind unfähig zu verstehen, dass wenn man in Gefangenschaft lebt und den Kontakt zur Natur fürchtet, die Geister sich von einem abwenden. Keiner sollte sein ganzes Leben hinter Mauern leben. Wir werden heute Nacht außerhalb der Stadt in der Wildnis schlafen. Diese Stadt mit ihren vielen dummen Einwohnern macht mich krank. Was hältst du davon?“

Aus dem Schatten hört man ein Knurren und Fauchen welches man als Zustimmung werten könnte.
Als Lynch mit seiner Show beginnt wirft Goar den Rest des Bratens in die Ecke. Ein paar Sekunden später hört man Schmatzen und das Knacken von Knochen.

Goar versinkt wieder in seinen eigenen Gedanken als die ersten Bilder auf der kleinen Kiste entstehen.

Hier die Gedanken:

Die Jagd auf den Kaktusbreiwassereimer nahm ein schnelles und für einen der 2 Diebe endgültiges Ende. Die beiden waren Wächter auf dem Sklavenwagen, der uns in diese unangenehme Lage brachte. Naja der eine war nun Proviant. Das der Halbling sowas wirklich essen kann. Komisches kleines Volk. Sollte ich jemals zu Besuch in einem Halblingdorf bin werde ich sehr genau darauf achten was es zu essen gibt und das ich nicht spontan als Festtagsbraten beim Gelage teilnehme. Der verbliebende der Diebe wurde jedenfalls damals von Lynch so sehr eingeschüchtert, dass er spontan die Waffen streckte und zu uns überlief. Auch nicht schlecht, so hatten wir wenigstens jemanden, der auf den Kank aufpasste und mir beim Tragen von Felsbrocken für das eine oder andere Nachtlager half. Meine anderen Begleiter sind ja für solche Arbeiten nicht zuhaben.

Lynch erstaunte mich sehr als er den Banditen einschüchterte und kann von Glück sprechen das ich von der Verfolgungsjagd noch außer Atem war. Ansonsten hätte ich diese kleine Dämonin, als sie auf seiner Schulter erschien, mit einem Axtschlag von derselben befreit. Naja, wer weiß. …War wohl besser, dass ich es nicht gemacht habe. Die nächsten Tage hat er sich mehrmals mit ihr beschäftigt und wenn ich mich noch an alles richtig erinnere war die Kleine nicht unbedingt immer ganz glücklich über seine Aufmerksamkeit und die damit verbundenen Scherze. Frage mich ich wie die beiden mit einander reden. Man hört vom dem kleinen Biest nur Gezwitscher.

Naja so hatte der Mensch wenigstens jemanden, der sich mit ihm beschäftigt hat, auch wenn es nicht immer freiwillig war. Yi´are und Lafeya waren nicht unbedingt mit all seinen Einstellungen zufrieden.

Das Langohr erkennt langsam, dass nicht nur in ihren sogenannten Wäldern Leben im Überfluss herrscht, sondern das auch in der Wüste so einiges an Lebewesen herum kreucht und fleucht. Es war damals schon lustig anzusehen wie Lynch extra auf ein paar Käfer gelatscht ist nur um die zwei zu ärgern. Wenn er gemerkt hätte, dass die meisten der kleinen Krabbler seine Attacken unbeschadet überstanden hatten wäre die Sache nicht ganz so amüsant für ihn gewesen. Aber was soll es. Die beiden Naturwächter haben es ja auch nicht bemerkt. Es fehlt ihnen einfach das Vertrauen in die Überlebensfähigkeiten der Natur. Aber meine Gedanken schweifen schon wieder ab.

Lynch ist mit seiner Bildershow schon bei dem Versuch mit der gefundenen Kompasskugel und unserem ersten Nachtlager.

Lafeyas Schlafgewohnheiten sind sehr praktisch wenn es darum geht Nachtwachen aufzustellen. Das Klingenohr kommt mit wenigen Stunden Schlaf, oder was sie dafür hält, aus.
So erkannte das Langohr auch das am Morgen zwei Riesenskorpionen uns als ihr Frühstück auserkoren hatten und konnte uns rechtzeitig warnen. Während des Kampfes zeigte sich auch dass wir so schlau gewesen waren und unser Lager in der Nähe der Behausung eines Id-Fiends aufgeschlagen hatten. Naja eine selten behämmerte Idee. Einen der Skorpione verwandelte Lynch spontan in eine Rauchwolke mit Hilfe eines schön farbig leuchtenden Strahls aus seinen Händen. Leider tauchte danach die Riesenechse auf und schnappte sich ihn, um ihn in angenehm maulgerechte Stücke zu verwandeln. Fast hätte das Vieh ihn auch fertig portioniert. Wenn ich an seine überraschten fast weibischen Schreie denke wird es mir gleich warm ums Herz.

Meine Hilfsaktion war zwar erfolgreich aber ohne den Beistand der Geister der Berge und des Ragedrakes hätte mich das Vieh mühelos verschlungen. Verdammt das war ein sehr harter Brocken nach dem Kampf hatte ich mehr geborgte Lebenskraft als eigene Kraft. Ich finde es immer wieder schade so eine mächtige Kreatur vernichten zu müssen aber der Erhalt der Natur hat Vorrang als die Gier eines einzelnen Magens. Es ist der Lauf der Natur, dass der Stärkere überlebt. Yi`are zeigte während des Kampfes sein Geschick und half mir gegen die übermächtige hungrige Echse.
Unser unfreiwillig freiwilliger neuer Kamerad bewachte solange den Kank.

Nach dem Kampf entledigte ich den Id-Fiend seiner Schuppenhaut, ein so starker Gegner hat es verdient, dass er geehrt wird. Sie sollte Teil meiner neuen Rüstung werden. Währenddessen untersuchten Lynch und Lafeya den Bau der Bestie und fanden auch dort ein paar nützliche Gegenstände.

In den nächsten Tagen sahen wir immer wieder Riesenbienen über uns herziehen. Nachdem wir festgestellt hatten, dass sie Wasser transportierten, entschlossen uns damals ihnen zu folgen. Die Flugschneise führte uns zu einem ungeknickten Riesenwüstenkaktus. In der unmittelbaren Nähe des Sukkulenten wurden wir Zeuge eines Kampfes zwischen einer Riesenbiene und zwei halbmenschlichen Geiern. In diesen griff Lynch mit einem Säureball auf die Biene ein. An dem Kaktus konnten wir unsere schwindenden Wasservorräte auffrischen, unseren Kank füttern und nützliche Teile der Biene mitnehmen. Das Langohr hatte sich merkwürdigerweise sehr dagegen gestrebt den Bienen zu folgen. Irgendwie verstand ich das Mädel einfach nicht. Auf der einen Seite naturverbunden und auf der anderen Seite will sie unbedingt in diese Zwergenstadt.
Was für Erwartungen hatten meine Reisekameraden nur damals an diese Stadt geheftet? Zwerge sind und bleiben einfach stur, argwöhnisch und missmutig. Wir rannten rum wie entlaufende Sklaven, die wir ja anscheinend auch waren, und die 3 erwarteten das wir freudig begrüßt würden. Ich sah eher Probleme mit dieser Stadt verbunden. OK ich war damals auch dafür, dahin zu gehen weil die einzige Alternative sich noch schlimmer anhörte. Nach wie vor kann ich Städte einfach nicht ausstehen.

Goar schreckt aus seinen Gedanken auf als ein schuppiger Schwanz sein Bein berührt. Er schaut auf das Wesen und streichelt es über das Haupt. „Nicht mehr lange und wir können gehen.“ brummt er.

Lynch ist schon bei der Ankunft in der Oase angelangt in seiner kleinen Geschichte…

Ach was haben wir damals nicht alle dumm dreingeschaut als sich der so sehr herbei gewünschte Handelsposten als unbewohnte Oase mit Moraststrand und Nadelbäumen herausstellte. Aber wir waren zur damaligen Zeit nicht die einzigen Besucher der Wasserstelle. Die beiden riesigen Mechilots unseres Wüstenschiffes waren schon vor uns da. Die beiden waren wohl einfach geradeaus weiter gegangen und später ihren Nasen gefolgt. Als wir näher kamen sahen wir, dass einer der riesigen Gesellen ziemlich bewegungslos und auch ziemlich Tod neben dem Wasser halb vom Sand bedeckt lag. Daraufhin schauten wir uns die scheinbare Idylle genauer an und entdeckten Kadaver mehrerer Tiere am und im Wasser, selbst der Morast war voller Würmer und Getier.

Wie man es so kennt werden solche Oasen eigentlich von Druiden eifersüchtig bewacht auch diesen konnten wir nicht finden. Dafür aber ein seit einiger Zeit nicht mehr benutztes Lager, welches wohl zum Druiden gehörte. Hier fanden zwar keine Spuren des Druiden aber dafür Wurzeln mit denen jemand das Wasser so vergiftet hatte, dass nur Elfen und Kanks dieses trinken konnten.

Ich verstand und verstehe zwar wie man auf so eine Idee kommen kann aber das ist nicht der Wille der Geister und der Natur. Solch eine Tat muss bereinigt werden.
Lynch hatte die Idee, mit Hilfe eine Vorrichtung das Wasser zu reinigen, damit auch wir und der verbliebende Mechilot es wieder trinken können. Wir wollten damit das Ungetüm besänftigen und vielleicht etwas weniger argwöhnisch machen.

Es kam aber alles anders.

Yi`are sah am Horizont etwas auf uns zukommen. Dieses etwas entpuppte sich als 30 Sandrenner mit sehr spitzen Ohren, die wir aus unseren Verstecken beobachten. Die Elfen fingen auch nach einer kurzen Beratung an den Mechilot anzugreifen. Als der Kampf voll entbrannt war, griffen wir aus unseren Wartepositionen die Klingenohren an.

Die Bestie wehrte sich gut gegen die Elfen aber innerhalb weniger Sekunden konnten mehrere der Spitzohren seinen Rücken erklimmen. Leider schaffte es auch sofort ein Elf dem mächtigen Wesen eine tödliche Wunde beizubringen. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Sandflöhe innerhalb so kurzer Zeit eines der bestgepanzerten Wesen auf Athas töten konnten.

Während des Kampfes damals wurde meine Axt zerstört. Eine Schrecksekunde verging bis mich die Geister an das Schwert auf meinen Rücken welches ich komplett vergessen hatte erinnerten. Vielleicht sollte es auch eine Warnung sein. Durch den Tod des majestätischen Wesen angespornt und durch die Heilkünste Lafeyas gelang es mir die Klingenohren soweit zu verängstigen, dass sie sich uns ergaben. Naja ein paar erschlagende oder schwerverletzte Feinde, zusammen mit einem blutbesudelten Goliath dessen Wunden sich immer wieder schließen und dem der Geist eines Ragedrakes sichtbar innewohnt, können schon etwas verstörend wirken.

Zum Glück hatten die Wüstenhüpfer keine Ahnung wie knapp das Ganze damals war.

„ Wie ging das nur damals weiter? Naja vielleicht fällt es mir Morgen durch die Show wieder ein. Das war schon ein Leben auf Axtschneide damals. Hmm… heute ist es nichts anders aber …. Ach wie auch immer. Komm lass uns gehen. Ich will so schnell wie möglich ein paar Meilen zwischen mir und diesen Ort bringen.“ Brummt Goar auf dem Dach.
Aus der Ecke bewegt sich ein schuppiges Wesen schnell hinter ihm her in Richtung Wüste.

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Mekkiah

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