Yi'are

Halbling Warden aus dem fernen Dschungel jenseits der Ringing Mountains

Description:

work in progress

Bio:

Weit entfernt von den endlosen Dünen aus Sand, von den großen Stadtstaaten mit ihren mächtigen Herrschen, den grausamen Hexenkönigen, hinter den schier unüberwindbaren Ringing Mountains, an einem Ort an dem selbst die erbarmungslose Sonne von Athas erträglich erscheint, dem sagenumwobenem letzten Refugium der Natur beginnt diese Geschichte, dem Forest Ridge.

Das dumpfe Grollen von Donner durchzog den Himmel. Blitze erhellten die gewaltigen Wolkenmassen. Der Wind sauste durch Yi’ares Haare. Hoch oben im Geäst eines der größten Bäume seiner Heimatstadt Ogo, dachte er an sein Geburtsorakel: „der vom Blitz Erwählte“, wirklich was anfangen wusste Yi’are damit nie, natürlich, er war schon immer von den mächtigen Naturgewalten, die bei einem Gewitter auftraten, fasziniert gewesen, aber so besonders war das nun auch nicht. Der Regen hatte eingesetzt und prasselte ihm jetzt mit voller Kraft ins Gesicht. Rings um ihn schlugen Blitze in die Bäume ein, aber Yi’are war wie in Trance, gefangen vom dem Spektakel in den Wolken. Ein mächtiger Blitz fuhr auf ihn nieder. Warme pulsierende Energie durchströmte seinen Körper. Er hatte das Gefühl zu schweben, getragen von Mächten die er noch nie zuvor gespürt hatte.
Es herrschte ein ohrenbetäubender Lärm, Blätter um ihn herum fingen Feuer, seine Füße waren von Rauch vernebelt, aber von alle dem aber nahm Yi’are keine Notiz.

Yi’are blickte hinunter auf einen ihm fremden Ort. Grüne Wälder, blühende Wiesen und n der Sonne golden schimmernde Flussläufe erstreckten sich unter ihm. Doch so schnell wie sie erschienen war, änderte sich die Szenerie unter seinen Füßen wieder. Riesige Schlachtfelder taten sich auf, mächtige Magier schienen mit ihren Künsten der Natur ihre Energie zu entreißen, der Boden um sie herum verfärbte sich schwarz, Pflanzen und andere Geschöpfe in ihrer Nähe schienen zu Asche zu zerfallen. Das bisschen Leben was den dunklen Defilern nicht zum Opfer gefallen war, wurde durch die Feuer der Kriege vernichtet. Das Bild änderte sich wieder, dort wo noch vor wenigen Augenblicken grünende Landschaften waren, erstreckten sich nur noch Tod und Verderben. Ein Meer aus Sand breitete sich unaufhaltsam aus und verschlang auch die letzten Zeugen einer anderen, einer fruchtbareren Zeit. Ein massives Gebirge wand sich empor gen Himmel. Die Wogen aus Sand prallten gegen dieses Bollwerk, das mit aller Macht versuchte den letzten Flecken Grün auf dieser unwirtlichen Welt zu beschützen. Doch auch das stärkste Bollwerk ist nicht vor der zerstörerischten aller Kräfte gefeit, der Zeit. Der ständige Druck des Sandes machte die einst so mächtigen Felsen marode. Langsam waberten die Sandmassen durch die Täler und über die Bergkämme, nur um sich dann lawinenartig gen Urwald zu stürzen.
Doch noch war nicht alles verloren. Die sandige Flut schien zu versiegen. Yi’are meinte eine Person am Waldrand ausmachen zu können, doch das Bild wurde immer schlechter, dichter Nebel zog auf und versperrte Yi’are die Sicht.

„Yi’are?! Yi’are?!“ weit entfernte Stimmen riefen seinen Namen. Je näher er zu ihnen kam, desto klarer und bekannter klangen sie. Blinzelnd blickte sich Yi’are um, er lag in seinem Bett, in seiner Hütte. Sein Raum war gefüllt mit Personen, seiner Familie, Freunden und Medizinmännern. „Er lebt! Es ist ein Wunder!“ schallte es durch den Raum. Doch Yi’are wusste, dass nie Gefahr für sein Leben bestand. Es war kein gewöhnlicher Blitz der ihn getroffen hatte. Die Geister der Natur hatten mit ihm Kontakt aufgenommen. Sie hatten eine Aufgabe für ihn. Sie war gewaltig, sie war gefährlich und Yi’are konnte sich nicht vorstellen wie er sie erfüllen sollte, aber für ihn bestanden keine Zweifel, dass er nichts unversucht lassen würde um den Geistern gerecht zu werden. Er fühlte wie tief in seinem Inneren etwas von der Kraft, die er zuvor verspürt hatte, verblieben ist. „Der vom Blitz Erwählte“ nie war im die Bedeutung klarer als an diesem Tag.

Die nächsten Jahre verbrachte Yi’are zurückgezogen. Er durchstreifte die den Dschungel in der Hoffnung erneuten Kontakt mit den Geistern des Waldes aufnehmen zu können und mehr über die Zerstörung der Natur zu erfahren. Er suchte nach Hinweisen, wie sie aufgehalten werden könnte. Er durchwanderte die Haine des kristallenden Waldes, er blickte hinab in die lavagefüllte Caldera des Kol’Tukulg, doch auf all seinen Reisen vernahm er nie wieder die Stimmen des Waldes. Enttäuscht machte sich Yi’are auf in sein Dorf zurück zukehren.

Er hatte zwar keine Antworten gefunden, keine Hilfe erhalten und doch war seine Reise nicht ohne Gewinn. Der Dschungel ist nicht weniger gefährlich als andere Teile von Athas und Yi’are musste viele Kämpfe bestreiten, musste viele Prüfungen bestehen und nicht selten war die Alternative zum Gewinnen oder Bestehen der Tod. Der ständige Überlebenskampf stählte seinen Körper und Geist. Er lernte die ihm inne wohnende Kraft zu stärken und meisterte den Umgang mit ihr. All dies wurde Yi’are aber erst nach seiner Rückkehr bewusst, hatte er auf seinen Reisen ja niemanden mit dem er sich und seine Fortschritte vergleichen konnte.
Die Stadt selbst hatte sich in Yi’ares Abwesenheit auch weiter entwickelt. Auf den Märkten wurden fremde Waren von weitgereisten Händlern dargeboten. Überall in der Stadt hörte man von Geschichten über die ewige Wüste östlich der Ringing Mountains. Die Stadt hatte sich den Fremden geöffnet. König Urga’Zoltapl hatte Beziehungen zum Hexenkönig Hamanu der Stadt Urik aufgebaut und so wurden jedes Jahr mehrere hundert Krieger des Halbling Stammes nach Urik geschickt. Im Gegenzug erhielt Urga’Zoltapl aus Obsidian gefertigte Waffen und Werkzeuge, die seine Machtposition westlich des Gebirges stärkten.

Fassungslos betrachtete Yi’are das rege Treiben in der Stadt. Seine Vision war ihm wieder klar vor Augen. Der Sand begann das Gebirge zu überschreiten. Nichts Gutes konnte aus diesem Pakt mit den Teufeln der östlichen Länder hervorkommen. Die Naivität seines Führers machte Yi’are deutlich, dass er am falschen Ende angefangen hatte nach Möglichkeiten zu suchen seine Mission zu verwirklichen. Er konnte den Dschungel nicht von hieraus beschützen, er musste in die Wüste, er musste es schaffen den Sand seine Grundlage zu nehmen und der Natur eine Chance geben ihr angestammtes Reich zurück zu erobern. Er musste die Ringing Mountains überqueren!

Zu seinem Glück war seine auf Wanderung gewonnene Stärke nicht unbemerkt am König vorbeigegangen und so bekam Yi’are eine Einladung an der nächsten Expedition nach Urik teilzunehmen. Ein Angebot was er natürlich nicht ausschlagen konnte.

In den letzten Monaten trainierte Yi’are härter als jemals zuvor. Sein neues Ziel niemals aus den Augen verloren bereitete er sich eisern auf die beschwerliche Reise und das Leben in der heißen trockenen Wüste vor. Er sprach mit Rückkehrern. Er wollte so viel wie möglich über die Welt jenseits der Berge erfahren.

Der Tag des Aufbruchs kam. Yi’are war gut vorbereitet, wahrscheinlich am besten von allen die diese Reise mit ihm antraten. Die älteren Krieger hatten ihm von riesigen Arenen und dunklen Minen berichtet in denen sie gekämpft oder gearbeitet hatten. Yi’are aber hatte andere Pläne. Dem Hexenkönig zu dienen kam für ihn nie in Frage, er durfte keine Zeit verlieren und musste der Zerstörung von Athas Natur ein Ende bereiten!
Die flachen Ausläufer der Ringing Mountains zum Dschungel hin waren schnell erklommen. Räuberische Stämme von Bergbewohnern, schreckliche Bestien aus den finsteren Tiefen der Höhlengewölbe unterhalb des Gebirges, klirrende Kälte und die dünne Luft verlangten ihren Tribut. Einige der Halblinge waren bereits diesen Strapazen nicht gewachsen und ließen ihr Leben im Kampf mit dem hochschäumenden Zweifeln. Die größte Herausforderung wartete aber noch auf Yi’are und seine Gefährten. So sanft ansteigend wie die Ringing Mountains im Westen begannen, so steil brachen sie im Osten ab. Yi’are war ein geübter Kletterer und die Steilwände stellten keine großen Hindernisse für ihn dar, aber nicht jeder konnte sich in den steilen Hängen behaupten. Mehrere seiner Gefährten verloren den Halt und stürzten ihrem Tod entgegen.

Unten angekommen begrüßte die erbarmungslose Sonne von Athas die Reisenden. Die Hitze war unerträglich aber der Weg nach Urik war nicht mehr lang. Sie mobilisierte ihre letzten Kräfte und meisterten auch diese letzte Etappe ihrer Reise.

Urik war riesig. Die kleinen Wanderer aus dem fernen Dschungel kamen aus dem Staunen kaum mehr raus. Die prunkvollen Verzierungen an den Fassaden, die Masse an Menschen die sich auf den Straßen tummelten und alles viel zu groß proportioniert zu sein. Die Halblinge hatten noch nie etwas Vergleichbares in ihrem noch jungen Leben gesehen. Viele würden auch nie wieder etwas so beeindruckendes erleben. Doch die Freude über die Ankunft währte nur kurz. Die Halblinge waren nicht zum Vergnügen nach Urik geschickt worden und so wurden bereits kurz nach den Stadttoren von einer kleinen Einheit Templern in Empfang genommen. Sie wurden in kleine Gruppen aufgeteilt und zu verschiedenen Orten gebracht.
Yi’are fand sich auf dem Weg in die Arena wieder. Er schnappte immer wieder Gesprächsfetzen seiner Wächter auf: „Diese Lieferung sieht ja richtig vielversprechend aus“… „ die Leute werden bestimmt begeistert sein, wenn diese exotischen Sklaven in den Arenen verheizt werden“…
„Arena…Sklave“ Yi’are begriff was auf ihn zukommen würde. „Nein, nein, das kann nicht sein! Meine Mission! Es muss einen Ausweg geben!“, die Gedanken rasten nur so durch seinen Kopf. Er wusste er war schnell, er war stark, er musste nur den richtigen Augenblick abwarten, dann könnte er entkommen.
Weiter vorne in dem Konvoi von Halblingen brach eine junge Kriegerin zusammen. Die Wachen halfen ihr wieder auf die Beine, eine tote Sklavin brachte nun mal niemanden etwas. „Das ist es! Da ist die Chance. Jetzt oder nie!“ dachte Yi’are. Mit alle ihm verbliebenden Kraft setzte er zum Spurt an. Er kam gut voran, die ersten Meter hatte er schon zwischen sich und den Sklaventreibern gebracht. Er hatte es geschafft. Endlich konnte er sich ganz auf seine spezielle Aufgabe konzentrieren. So dachte er zumindest, aber seine Beine wurden schwerer und schwerer. Die Reise hatte doch mehr an seinen Kräften gezehrt als er erwartet hatte. Nun wurden auch die Wachen auf ihn aufmerksam.

„Ein Ausreißer! Schnappt ihn…“

Yi’are spürte einen dumpfen Schlag an seinem Kopf. Er spürte wie seine Beine nachgaben. Er landete mit voller Wucht im Sand.

„Legt ihm Ketten an! Los! Los!“

Yi’are vernahm das bedrohliche Rasseln der schweren über den Sand schleifenden Ketten.
„Nein, so kann es doch nicht enden. Der vom Blitz Erwählte. Ich hatte doch einen Auftrag! Was wird jetzt aus unserer Heimat?“

Dann wurde es leer in seinem Kopf. Eine drückende Stille legte sich über ihn. All der Stress, all die körperlichen Strapazen, sie schienen auch für ihn zu viel. Er verlor das Bewusstsein.

Aber war dies wirklich das Ende seiner Reise?
Wir werden sehen!

Yi'are

Athas pornowiesel